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Nahalat tsevi · 1937-04-01 · Heft 7-9 (April 1937) · p. Seite 309

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 7-9 (April 1937)
Date
1937-04-01
Page
Seite 309 (sequence 35)
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209 ihren Vorgängern, unter allen Tannaiten, ja, unter den Männern der großen Synode, ja unter den Propheten, war imstande, aus eigenem Denken und Forschen zu dem Ergebnis zu gelangen, fünfzig Pforten der Vernunft seien erschaffen worden? Der Schöpfungsberieht der Tauro spricht es nicht aus und läßt es nicht erschließen. Von deren Erschaffung mithin kann selbst M. R. nur auf dem Wege besonderer Offenbarung — wer auch immer ihr Empfänger gewesen sein mag, ob Odom Horischaun oder ein Späterer — Kenntnis erlangt haben. Zu allen von Gott erschaffenen Pforten hat M. R. nach den von den Amoräcrn Raw und Schemuel uns erhaltenen Überlieferung Zutritt erhalten, nur eine einzige sei auch ihm verschlossen geblieben. Welches ist der Erkenntnisbereich, in den M. R. nicht Vordringen durfte? Im Kommentar des Rabbi Nissim zur Stelle in Nedorim wird gesagt, ihm sei die Fähigkeit nicht zuteil geworden, Gott in Seinem wahren Wesen zu begreifen ידיעת ד על אנדחתו. Welche Vorstellung haben wir nun aber mit den 49 dem M. R. erschlossenen Pforten zu verbinden? in der Vorrede zum Pentateuch-Kommentar erklärt Nachmanides, eine der 50 Pforten beziehe sich auf die anorganische Materie (מחצב), eine auf das niednge Rodengewächs, eine auf Bäume, eine auf das Gewild usw., bis hinauf zu der Pforte, die zu den Geheimnissen der Menschenseele führt. Durch Eintritt in diese Pforte habe M. R.. so lehrt Nachmanides, Verständnis erlangen sollen für die Verborgenheit des Seelenlebens, das Wissen von ihrer Wesenheit und ihrer Fähigkeit (.מהותה וחותד). Vermöge des Eintritts in diese Pforte sollte er dazu gelangen, daß, wie berichtet wird, er einen Menschen, der gestohlen hatte, als Dieb erkannte, den Ehebrecher als Ehebrecher usw. Endlich erschloß sich ihm auch die Pforte zur Erkenntnis der Gestirne und ihrer Vielfältigkeiten. Die fünfzigste Pforte, die M. R. als einzige verschlossen blieb, ist nach dieser Erklärung die Erkenntnis der Wesenheit Gottes. Dem allgemeinen Menschenverstand dagegen ist das Vordringen bis in die Tiefen der Erkenntnis auch des unbelebten Stoffes, und gewiß des belebten, unmöglich. Er kann das Dickicht der Geheimnisse nicht sprengen. Geschweige denn das Geheimnis der dem menschlichen Auge entzogenen geistigen Wesen und auch nicht des geistigen Teiles in Tier und Mensch. Dem Mausche jedoch war, da ihm mit den 49 Pforten auch die Erkenntnis der Menschenseele ermöglicht wurde, die Einfindung in die Menschenherzen in unvergleichlich höherem Maße verliehen als irgend jemandem. Seinem geklärten Auge blieben die Herzensanlagen der Menschen und die Herzensregungen

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