Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 7-9 (April 1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 301 (sequence 27)
- Belongs to
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201 abgeschlossen mit der Vermutung und Hoffnung, daß ein gelegentliches Zusammenarbeiten beider Bünde gegenseitig eine befruchtende Wirkung ausüben kann. Die mannigfache praktische Arbeit des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände aus den Jahren 1933/36 darf hier nicht unerwähnt bleiben. Die Seiten 79—148 enthalten eine Art Rechenschaftsbericht über die geleistete Tätigkeit, und wer mit Jugendarbeit vertraut ist, weiß, welche Fülle von Arbeit auf jedem Einzelgebiet zu leisten war. Ob es sich handelt um Zu־ sammenarbeit mit Behörden, wo die Bestimmungen über Wan־ derungen, Veranstaltungen und Fahrten am Sonntag, x4uslands- und Grenzlandreisen, Abhalten von Lagern, Herausgabe von Druckschriften u. ä. festgelegt werden müssen, oder ob es geht um Einrichtung einer Wanderbücherei, die Schaffung von Uebernachtungsheimen, Sozialarbeit, Sportpflege usw., immer hat es der Reichsausschuß der Jüdischen Jugendverbände verstanden, geeignete Menschen an den richtigen Platz zu stellen und dadurch Ungeheures für die jüdische Jugend zu leisten. Auf die Probleme, die während der mehrfach abgehaltenen gemeinsamen Lernzeiten auftauchten, sei hier nicht einge־ gangen. Ein zusammenfassender Schlußaufsatz unter dem Titel: ״Die künftigen Aufgaben des Reichsausschusses“ spricht davon, daß auf dem Gebiet der Feiergestaltung die Frage der religiösen Feier der Behandlung bedarf, und daß bei den gemeinsame^ Lernzeiten es nicht mehr dem Zufall überlassen bleiben darf, in welcher Weise diejenigen, die den Wunsch nach Einbeziehung des religiösen Elements in das Gemeinschaftsleben haben, dann aus der Eingebung des Augenblicks heraus dieses Bedürfnis gestalten. Es ist nur schade, daß dieser Hinweis in dem Schlußaufsatz endigt mit der Meinung, als ob die Ablehnung der gemeinschaftlichen Kulturarbeit des Reichsausschusses durch die agudistische Jugend — eine Tatsache, die man sehr bedauert — die Bahn für eine Erörterung der religiösen Form in der Jugend־ erziehung freimacht. Es sei einem späteren Aufsatz Vorbehalten, zu dieser Frage eingehend Stellung zu nehmen. Eines ist jetzt schon sicher: Je mehr die Menschen, die heute kämpferische Forderungen stellen, zu einer eigenen, verantwortlichen und leitenden Arbeit in der jüdischen Gemein־ schaft kommen, desto mehr haben sie, wenn sie Männer gewor־ den sind, Achtung vor den Idealen ihrer eigenen Jugend und vor dem Wollen und Wirken einer Kette von Geschlechtern,