Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 7-9 (April 1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 297 (sequence 23)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2551369-2551418-2551422--2618-2554145- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
tmng für die Thora zu konzentrieren. War doch genügend im eigenen Lager zu leisten! — Wo es sich jedoch darum handelt, ein Palästina zu verwirklichen, das dem alten Erez-Israel näher verwandt, ist als dem modernen Europa, da heißt es: ״Der Weg dahin führt aber über die Rückgewinnung der Thoraentfremdeten.“ (Seite 39.) Wenn dieser Aufsatz von Abraham Wolf eine solch eingehende Würdigung erfahren hat, so deshalb^ weil das dort vertretene Gedankengut der Boden ist, auf dem sich die geistige Auseinandersetzung innerhalb der thoratreuen jüdischen Jugendbewegung abspielt. Es ist bedauerlich, daß aus dem Kreise des Brith-Hanor schel Zeire Misrachi und Brith-Ghaluzim Datiim niemand mit solch grundsätzlichen Ausführungen in dem gleichen Buch zu Worte gekommen ist. Man hätte dann vielleicht einiges erfahren, was über Mitgliederzahl, Ortsgruppen und einen kurzen programmatischen Satz hinausgeht. Denn daß die den beiden Bünden zugrunde liegende Idee von Thora wa Awoda durch die mannigfache Akzentuierung, die ihr gegeben wird, eine Fülle von Problemen eröffnet, ergibt sich ja täglich im praktischen Leben der Bünde, die in ihrer Verwirklichung der Chaluziuth viel weiter gelangt sind als der Esra. Auch alle anderen im Reichsausschuß vereinigten Jugendgruppen haben eine kurze Selbstdarstellung über Entstehungsgeschichte, Zielsetzung, soziale Struktur und Mitglied erzähl der Bünde geliefert. Eine so knapp gehaltene Darstellung kann natürlich die eigentliche Erziehungsarbeit der Bünde nur unvollkommen und in Umrissen wiedergeben. Es entspricht ja dem Wesen hündischer Erziehungsarbeit, daß ihr Schwergewicht in den engen Beziehungen zwischen den Menschen der Bünde liegt. Es soll nur dem Außenstehenden ein erster Einblick in die Vielgestaltigkeit der Jüdischen Jugendbewegung, ihrer Zielsetzung und ihrer Erziehungswege gegeben werden. Trotzdem sind manche Daten und Bemerkungen sehr aufschlußreich. Ausführlicher äußert sich der ״Verband der Jüdisehen Jugendvereine Deutschlands“ (Brith-Jehudim Zeirim), dessen Geschichte ein Musterbeispiel dafür ist, wie die organische Entwicklung, ohne große Sprünge zu machen, die Struktur eines Bundes völlig umgestalten kann. Aber eines ist seltsam: Es gibt auch Bünde, die sich innerlieh kaum geändert haben, obwohl das Vokabularium etwas an-