Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 7-9 (April 1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 288 (sequence 14)
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m nicht erst durch lange Auseinandersetzungen gegeben werden mußte. Wenn eigentlich in der objektiven Wertung Kirschs zwisehen der Auffassung Rosenheims, wie er sie in seinem letzten Artikel formuliert, und der meinen, wie ich sie im Nachlath Zwi dargelegt habe, kein prinzipieller Unterschied besteht, so ist es erstaunlich, daß er die ganze Wucht seines Angriffes fast ausschließlich auf mich konzentriert. Obwohl er doch ausdrücklich hervorhebt, daß es sich hier ״nicht um Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit literarischer Polemik, sondern einzig und allein um die Feststellung der durchaus erweisbaren historischen Wahrheit“ handelt, bringt der ganze Aufsatz eine Häufung unberechtigter persönlicher Angriffe. So wird mir vorgeworfen, ich reiße drei Sätze seines Artikels aus ihrem Zusammenhang heraus, noch dazu Sätze, die an verschiedenen Stellen stehen, setze sie in gemeinsame Anführungsstriche und wende somit ein höchst anfechtbares Zitierungsverfahren an. Dazu möchte ich folgendes feststellen. Die von mir aus dem Israelit, 1934, Nr. 35, angeführten Sätze — beginnend mit den Worten ״Die Wirksamkeit Hirschs“ und schließend mit den Worten ״berechnet war“ (s. Nachlath Zwi, VII. Jhg., Heft 4/5/6, S. 133, Zeile 1—10) — stehen wörtlieh im genaimten Artikel (Israelit, 1934, Nr. 35, S. 6), der mir durch einen merkwürdigen Zufall wieder in die Hand geraten war. Dieses Zitat war in meinem Manuskript mit Anführungs- Zeichen versehen. Der im Nachlath Zwi auch noch als Zitat folgende Satz: ״Hier liegt die Grenze . . .“ w7ar von mir in meinem in meinem Manuskript nicht als Zitat, auch noch in Anführungs- Zeichen stehend, gebracht worden, sondern als eigene Schlußfolgerung, die ich aus dem Zitat sowie aus dem ganzen Zusammenhang folgern zu dürfen glaube. Bei deren Formulierung nahm ich eine Redewendung des Artikels in veränderter Form auf, wobei ich nicht gegen eine bestimmte Person polemisierte, sondem eine innerhalb der Orthodoixe Deutschlands verbreitete Strömung kennzeichnen wollte, die von Herrn Rosenheim selbst bezeichnet wird als eine ״höchst oberflächliche, ja dünkelhafte Ablehnung von Hirschischen Gedanken, die mancher dieser jugendlichen Stürmer gar nicht ernsthaft studiert, noch viel weniger in ihrer Tiefe erfaßt hat“. Daß die Schlußanführungsstriche von Zeile 10, wo das Zitat aufhört, nach Zeile 12, wo die Formulierung meiner Folgerung schließt, gekommen sind, ist ein