Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 7-9 (April 1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 287 (sequence 13)
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Worte die von ihm am Aufsatz Landaus kritisierte Abwertung der ausschließlich an der Jeschiwo orientierten Lebens- und Weltauffassung gebilligt oder Hirsch als legitim-revolu tio ־ nären Verkünder einer neuen Zeit hingestellt oder gar eine Unter- Schätzung Hirschs in seiner Einordnung in die Traditionskette neben Rabbenu Bechaj, Rabbenu Saadja Gaon, Rambam, Tanjo, Rabbi Ißroel Salanter erblickt habe. Im Gegenteil! Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, daß ich mein Bekenntnis zu Hirsch ablege, als einer, dem ״die Jeschiwoh als der Heimatboden gilt, aus dem wir unsere Kraft ziehen, und nicht bloß eine Episode der schwärmerischen Aufwallung bedeutet“. Des weiteren habe ich Stellung genommen gegen die Formulierung, die Landau in Bezug auf die Thora-im- Dereeh-Erez-Devise Hirschs prägte. U. a. führte ich aus: ״Bedarf das Judentum einer Ergänzung durch die Menschheitskultur, oder soll Judentum als Ergänzung zu dieser hinzutreten? Es braucht nicht gesagt zu werden, daß eine Bejahung dieser Fragen eine Herabminderung der Thora bedeutet. Kein frommer Jude kann sich mit dem Gedanken befreunden, daß, wenn er nur viel Thora gelernt hat, er nicht als kulturell vollwertig zu gelten habe, oder daß er zur Bereicherung seiner Persönlichkeit die Kultur außerhalb der Thora suchen müsse.“ Auch wies ich darauf hin, daß sich in den Schriften Hirschs keine Stelle findet, die ״den Gedanken zulassen könnte, daß er Judentum und Menschheitskultur als sich ergänzende Werte auffaßt.“ Wenn ich auch diese meine Ablehnung einer solchen Auffassung nicht in der Form eines journalistischen Angriffs vorgenommen habe, so ist doch meine Haltung dazu eindeutig und klar dargelegt worden. Ferner habe ich durch meinen Vergleich der geistigen Leistung Hirschs in Deutschland mit der R. Ißroel Salanters in Litauen deutlich genug zum Ausdruck gebracht, daß auch ich für Hirsch einen Ehrenplatz ״im Gemeinschafts-Tempel der ראשונים und אחרונים die uns durch die Jahrtausende Träger der kontinuierlichen weltanschaulichen und halachischen Tradition des Judentums sind“, ebenso in Anspruch nahm wie Herr Rosenheim und nicht Hirsch ״über alle vorangegangenen גדולי וגאוני ישראל“ hinausheben wollte. Allerdings schien mir der Rang Hirschs im Hinblick auf seine überragende Größe, die auch von den גדולי וגאוני ישראל anerkannt wird, als so feststehend und selbstverständlich, daß eine Begründung hierfür