Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 7-9 (April 1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 282 (sequence 8)
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m fen waren, in die neue Periode hinein und vereinigte sie in מפארת. Zuletzt waren Thora und Gottesfurcht der Spiegel, der alle guten Elemente seines früheren und späteren Denkens auffing. Raum eine Bewegung, eine Richtüng, eine Partei gab und gibt es im Judentum, die nicht irgendwie von ihm beeinflufet worden wäre, der er nicht von seinem Ideengut gegeben hätte, mancher gab er fogar den Namen. Zionismus, Staatspartei, Territorialismus, Oft-und Weftjudentum, wie geläufig find uns heute all diefe Ausdtücke, und fie flammen alle urfprünglich von ihm. Nur dafe er immer קדימה, über diese Stationen hinaus ftrebie, bis zur Einheit von Gott, Israel und Thora. Und wenn nach unteren alten philofophifche Schriften diefe Harmonie und höchst vollendete Gefchloffenheit der Seele erste Vorausfetzung für die Prophetie ist, so versteht man es. dafe B. — ohne dafe wir ihn fchon zum נביא stempeln wollen — so vieles mit ficherem prophetifchem Blick fchon vor Jahren vorausgefehen hat, was man erst später und heute ganz verstand. Wir erinnern uns, wie B. kurz nach dem Kriege, alfo viele Jahre vor dem Umbruch, immer und immer wieder vor einer jüdifcben Beteiligung am Internationaismus warnte, wie er ein Erwachen des eigenen Nationalismus der Völker vorausfah, wie er einmal in einem Frankfurter Vortrag dem Publikum aufgeregt zurief: ״Man wird uns das Liebäugeln einiger Grofejuden mit dem liberalistifchen Sylt emnie vergehen und verzeihen". Er fpricht fchon 1907 in einem veröffentlichten Vortrag von einer Araberfrage zu einer Zeit, da das Wort Araber im Lexikon der jüdifchen Politik noch ganz fehlte, und er tut fpäter einmal den Ausfpruch: ״Man wird noch, was Gott verhüten mag, Pogrome in F.rez Israel erleben". Damals zweifelte man vollends an feinem Verftande. Und heute? . . . Noch kannte man weder das Wort Hachfchara noch Kibbuz, noch Chaluziuth, und fchon rief B. als Einziger nach Verländiichung und rief es bis zu feinem Lebensende. Die ״Schrulle des komifchen Alien" ift heute für uns eine Lebensfrage, ein Angelpunkt unterer Jugenderziehung. Aber gerade!fogenannte Lebensfragen liebte B. nicht. Er Geht uud fpricht über die Dinge hinweg. Es ist ihm fast bange um die Verwirklichung seiner Visionen, nachdem ihm bisher die Realifierung seiner Träume immer nur Enitäfchung gebracht hat. So geht es ihm mit der All gemeinde. Er malt sie herrlich aus, eine Zukunftsmüfik. Er weife, dafe es die ״Kenesseth Israel" in