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Nahalat tsevi · 1937-04-01 · Heft 7-9 (April 1937) · p. Seite 281

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 7-9 (April 1937)
Date
1937-04-01
Page
Seite 281 (sequence 7)
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Hi Menfch auf - Erden, der die ganze Liebe seines groben Herzens einem hilflosen Kinde fchenken konnte. Man muhte gesehen haben, wie die Kleinen und Kle'nsten im Hause seiner guten Wirte in Scheveningen an ״ihrem Doktor" hingen, wie einfache Menfchen, Frauen und Kinder, die nie ein Wort von ihm. gelesen und seine Bedeutung gar nicht kannten, den ״dien Herrn" verehrten, wie die Chassidim seiner Klaus, die kaum Teil hatten an seinem geistigen Schaffen, mit Stolz zu ihm, dem Teilnehmer ihrer Gottesdienste, hinauffchauien. רחמים zeichnete das zärtliche Verhältnis B’s. zu der hochfinnigen Gattin, die mit ihm .ging, fchuf uud trug, alle Prüfungen des Gelehrtenlebens auf fich nahm und nach deren Scheiden vor zwei Jahren auch sein Siechtum begann. רחמים ordnete sein Verhältnis zu den drei Söhnen, deren jeder (ich auf seine Art in der Wissenfchaft und Kunst fchöpferifch betätigt. Es ist mir in Erinnerung, wie einmal, als ich meine Ferien in Scheveningen zubrachte, am Freitag, kurz vor Sabbateingang, ein Trupp junger agudistifcher Chaluzim ankam, mit riesigem Hunger aber ohne Pfennig in der Tafche. Geld hatten auch wir nicht. Aber B. setzte lieh am Freitag abend nicht eher zu Tifch, als bis all die Jungens und Mädels untergebracht und mit Essen und Nachtlager versorgt waren. Was ihn aber nicht hinderte, tags darauf in einer gemeinsamen Ausfprache eine Brandrede gegen ״die Jugend von heute" zu halten und wahre Donnerkeile gegen eine bestimmte Kategorie von jungen Menfchen zu werfen, die, seiner Meinung nach, die Welt auf den Kopf zu stellen suchten. רחמים sprach aus dem strengen weitblickendem Auge, und man verstand, welche Bewandtnis es mit der kabbaliftifchen These hat: חסד «בנבירה - גבורה שבחסד III. תפארת Aus der Synthese von דעת und רחמים ergab sich das תפארת, die harmonifche Gefchloffenheit seiner Persönlichkeit, seines Denkens. Ja, auch seines Denkens! Von Phase zu Phase rennt und rast er, immer neuen Zielen entgegen. Aber in Wahrheit blieb er fich doch immer gleich, gleich in der Liebe zu seinem Volke, zu der später auch noch die Liebe zu Gott und seiner Thora hinzukam. Auf dieser groben Linie blieb B. sich immer treu. Keine seiner geistigen Wendungen und Wandlungen war eine Flucht, immer nur bessere Erkenntnis. Er trug die besten Elemente der früheren Periode, nachdem die Klipoth, die ״störenden Schalen" abgewoF-

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