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Nahalat tsevi · 1937-04-01 · Heft 7-9 (April 1937) · p. Seite 280

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 7-9 (April 1937)
Date
1937-04-01
Page
Seite 280 (sequence 6)
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180 der Aguda - gewiß nicht aus Mangel an Liebe für Zion, fondern aus Liebe zu den Millionenmaffen, die in Ländern außerhalb Erez Israels leben und leben müffen. Er propagiert die jiddifche Sprache und Kultur - nicht aus Abneigung gegen Iwrith, fondern weil es die Sprache ift, die die Millionen fprechen und in der fie denken. Er ruft nach Verländlichung — weil er das materielle und geiftige Elend in der wurzellofen Haft der Großftadt nicht mehr erträgt; mit dem Hohenliede ruft er: לכה דודי נצא השדה נלינה בכפרים. Eine jüdifche Allgemeinde wünfcht er, mit geiftlicher Spitze, eine wahre und echte Kneffeth Israel, - weil die Zerfpliiterung der jüdifchen Kräfte ihm Schmerz und fchlaflofe Nächte bereitet. Mofchiach möchte er fich und den Anderen, Israel und der Welt erarbeiten. Darum fchafft er feine Aulimgarde als Wegbereiter des Mofchiach. Sollen die Anderen יורדים fein, fragte ich ihn einmal. ״Nein״, war feine entfchiedene Antwort, ״fie follen den Andern nur den Weg zur קדושה, zu Mofchiach bereiten." Mofchiach ift aber für ihn nichts anderes als der dritte und letzte Akt in jenem göttlichen Menfchheiisdrama, in dem wir die Mitfpieler find. Die Urväter waren das Vorfpiel, die Offenbarung der erfte Akt. Der einfame Weg Israels durch die Völker der zweite Akt, Mofchiach als der dritte und letzte Akt ift nahe. Er fieht ihn - nicht in den Leiden der Gegenwart. Er liebt es nicht, von חבלי משיח, von Meffiasfpuren zu fprechen. Gewiß, Mofchiach kommt, auch wenn כולו חייב, die Welt ganz verderbt ist. Aber nicht das will er, wollen wir. Wir wollen ihn durch כולו זכאי, durch Heiligung und Reinigung unseres Lebens uns erarbeiten, durch Aufftieg. Darum: ״heraus aus dem Verfalle, zum Ziele der Ziele, zum והייתם קדושים"! Auf keine jüdifche נשמה möchte er dabei verzichten. ״Mit Sturm hinein in den Sturm, Sturm auf die Herzen und Seelen der Aufgewühlten, der Suchenden, um fie zur קדושה hinzureißen." Kampf gegen aushöhlende Vergnüglichkeit, (מהומה בתענוגים), den Taumel der Betriebsamkeit (מהומה במשא ובמתן), Kampf gegen den faulen Zauber der Aufklärung (מהומה בהשכלה). £s ist das Letzte, dieses Kapitel über Mofchiach, das ich von ihm in seinem letzten Organe ״Der Ruf" las, vielleicht auch die letzten Worte, die aus seinem Munde, aus seiner Feder kamen, da ihm diese aus der Hand fiel. Es steht auch dieses Kapitel an letzter Stelle seiner ״Sieben Rufe". Und רחמים zeichnet auch den Menfeben Birnbaum, den wohl die wenigsten kannten. Dieser angebliche grimmige Eigenbrödler, 4er so großartig zürnen konnte, war in Wahrheit der gütigste

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