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Nahalat tsevi · 1937-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1937) · p. Seite 143

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 4-6 (Januar 1937)
Date
1937-01-01
Page
Seite 143 (sequence 57)
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Vorzugt der eine die דשא, der andere die סיפא, bringt selbstverständlieh dafür auch Belege und wendet sich an seinen Leser mit den Worten: ״Daß ich in diesem Werke Dir die סוגיות, Diskussionsarten, erläutere, geschieht in der in der Einleitung bereits ausgesprochenen Absicht, daß Du keine Zeit vergeudest, wenn Du auf solche Schwierigkeiten stößt. Findest Du eine leichte Antwort, dann gut, wenn aber nicht, dann wisse, daß der eine lieber vom ersten, der andere lieber vom zweiten Satz die Frage herleitet. Eine Sehwierigkeit, die Dich aufzuhalten braucht, liegt nicht vor.“ (ש״ש שער ג׳ אות ח). Diesen דרך betrachtet er als den אמת♦ Wohl übt er bewußt auch den פלפול, ist aber kritisch auch gegen sich, fügt oft hinzu אף מי שלא יודה וכד d. h. er gibt zu, daß dieser oder jener Beweis nicht zwingend ist, aber er unterscheidet scharf zwischen dem פלפול לחידודי, der die Kunst des Möglichen ist, und zwischen der הלכה, die den Nachweis des Notwendigen, Zwingenden zur Grundlage hat. Es verhält sich die Erklärung aus allgemeinen דרכים zur Beantwortung als Sonderfall durch פלפול wie פשט und דרש♦ Der פשט sacht möglichst viele ähnliche Stellen nach der gleichen Auslegungsregel zu begreifen, der דרוש individualisiert jeden פסוק, jedes Wort. In den ספרים des ש״ר, der auf Schritt und Tritt auch Individualisierung einzelner Stellen bringt, ist aber das Beherrschende das Begreifen des einzelnen aus gleichartigen Auslegungsregeln. Es ist selbstverständlich, daß diese Andeutungen nicht ausreichen können, ein begrifflich nach Merkmalen klar umrissenes Bild der Lehrmethode des ש״ר zu geben. Ihr Zweck wäre erreicht, wenn sie auch nur eine annähernde Vorstellung vermitteln könnten. III. Seine Hagadah. Ein geistvoller Raw זצ״׳ל machte mir gegenüber einmal die Bemerkung: ״Es ist doch ganz merkwürdig, daß auf halachischem Gebiete wohl kein vernünftiger, gewissenhafter Mensch auch nur die geringste Entscheidung wagen wird, ohne ausreichende Begründung. Auf agadischem Gebiete dagegen, d. h. auf dem Gebiete der jüd. Weltanschauung und Ethik wird darauflos behauptet, als ob hier alles gestattet wäre. Und doch kann eine falsche Anschauung manchesmal mehr טריפה machen als nur einen Haushalt“. Die Hagadah des ש״ר entspricht geradezu dem Wunschbilde gut fundierter ethisch-religiöser Belehrung. Der Fortschritt des Gedankens bewegt sich bei ihm Schritt für Schritt durch Zitate

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