Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1937)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 36)
- Belongs to
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122 der Ewigkeit durchglüht lind. So wurden Sufas Juden glückliche und heilige Menfchen. P. K. Die Aguda. Eine Mahnung. Von Dr. Isaac Breuer. I. Man wird nicht bestreiten können, daß zwischen Aguda und Zionismus ein intimer geschichtlicher Zusammenhang besteht. Die Aguda ist keineswegs von innen heraus, gewissermaßen als Form einer im Schoße des thoratreuen Judentums ausgebrochenen geistigen Bewegung, entstanden. Der Zionismus hatte die geschichtliche Erscheinung des jüdischen Golusvolkes öffentlich zum Problem gestellt, er hatte seine eigene Organisation, namentlich seinen Kongreß, zum einzig legitimierten Wortführer, ja Repräsentanten des seit zwei Jahrtausenden auf der Welttribüne verstummten jüdischen Volkes deklariert, und er hatte zugleich diesem Volke vor aller Welt einen Nationalismus zugeschrieben, der sich vom Nationalismus der anderen Völker nur so unterscheidet wie etwa der kranke vom gesunden Körper. In all diesen Beziehungen forderte er den Widerspruch, die Abwehr des thoratreuen jüdischen Volkes heraus. Aus Widerspruch und Abwehr entstand der Plan einer thoratreuen Weltorganisation, aus Widerspruch und Abwehr gab sich diese Weltorganisation das ideale Ziel der um die Thora und durch die Thora organisierten jüdischen Nation, lieh ihr bereits in der Gegenwart das schützende Wort und den sorgenden Anspruch und trat allmählich in ihrem Namen auch zu Erez Jißroel, das Golusproblem auf greifend, in eine Beziehung, deren wahres Wesen nur verstanden werden kann, wenn man nicht mehr den jüdischen Einzelnen, sondern die Thora-Nation selber mit dem Lande der Thora konfrontiert. Aber diese Genesis der Aguda hatte zur Folge, daß die Aguda älter ist als der Agudismus. Nicht der Agudismus schuf die Aguda, gleichwie der Zionismus die zionistische Organisation, sondern die Aguda gab den Rahmen ab, innerhalb dessen sich der Agudismus in wechselreichen Phasen entwickelt. Abwehr und Widerspruch, ständig geübt, führen nur zu leicht zu Monomanie, zu Selbstgerechtigkeit, zu Verflachung, zu Veräußerlichung, zu idealfremder Politik, zur Herrschaft der Phrasenvirtuosen und,