Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1937)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 31)
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117 mit seinem Chaurew Zion-Moria aufs neue starke, stolze, bewußte ״Forscher“ zuzuführen? — Und ihn hätte nicht die ginze Seligkeit erfüllen sollen, die aus den bescheidenen und doch so großen Worten spricht, mit denen er sein Werk in die jüdische Welt hinaussandte: ״Auch nur einen Stein zum großen Bau getragen, auch nur einen Oelestropfen in die Lampe des Heiligtums gespendet zu haben“? — * * ★ Hundert Jahre sind vergangen, seitdem Rabbiner Hirsch זצ״ל das Rettungswerk des Chaurew unternahm. — Was Rabbiner Hirsch und sein Werk der jüdischen Welt bedeutet und immer mehr bedeuten wird, das haben nicht nur die großen Führer unserer westeuropäischen Judenheit mit unendlichem Dank gegen die göttliche Vorsehung zu würdigen verstanden. Vor zwei Jahren haben wir in der Zeitschrift, die sich mit seinem Namen ehrt, Stimmen aus dem jüdischen Osten von ragender, autoritativer Geltung wiedergegeben, die einer großen jüdischen Welt kündeten, was sie von den Werken dieses Großen erhoffen, wenn sie erst — wozu Gott verhelfen möge — in die heilige Sprache übertragen, dem Geist und Gemüt weitester Kreise erschlossen werden. — Wenn M u ß a r Arbeit an sich selber bedeutet, Heiligung und Erhebung des Lebens zur Höhe göttlicher Sinaiforde־ rungen, Mußar als Selbsterziehung heiligste jüdische Lebensmahnung war und ist, seitdem Mosche Rabbenu uns Gottes Thauro gegeben, daß wir uns zu Trägern der Thauro erziehen, diese Thauro in unser Leben aufnehmen und sie in ungebrochener Ganzheit, in תמימות und שלמות verwirklichen, daß unser Leben die traurige Zerklüftung nicht kenne und die erbärmliche Halbheit verachte: dann richtet der Chaurew die ergreifendste, aufwühlende Mußar-Mahnung an unsere Zeit und will Jißroels denkenden Jünglingen und Jungfrauen auch heute noch helfen, mit ihrem Leben dem Aufbau göttlichen Zion-Heiligtums sich zu weihen — und unsere Jugend wollte das klägliche Armutszeugnis sich ausstellen, diese Hilfe abzulehnen, weil das stilistische Gejwand ihr vielleicht nicht ganz mehr zusagt? — Aber das noch nach hundert Jahren, in unseren Tagen? — Sind denn, so fragen {wir, die Brandfackeln erloschen, die vermes&ene, wahnwitzige Söhne unseres Volkes in den stolzen Bau des Judentums zu schleudern sich erkühnen, sind die erschütternden Stimmen vom Chorebgipfel verstummt, die das Wehe erheben über die Menschen ob der Verkennung der Thauro?