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Nahalat tsevi · 1937-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1937) · p. Seite 112

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 4-6 (Januar 1937)
Date
1937-01-01
Page
Seite 112 (sequence 26)
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112 kann nur Gottes Thauro euch künden, denn nur bei Gott ist die Wahrheit, durch die das Menschenleben in die große Schöpfungsharmonie sich einfügt, die göttlicher Schöpfungswille ge־ heimnisvoll bewahrt —* צדקו יחדו. Und ihr seid euch fortan bewußt: Gottes Thauro will Leben wecken, Leben gestalten, ist deshalb ein unteilbares Ganzes und muß, wie das Leben den Organismus, das Leben restlos erfüllen, wenn es nicht elend verkümmern soll. Und wie die Thauro selber nicht müde wird, ihren ganzen Inhalt auf kurze Formeln zu bringen, —: המצות הזאת (Deut. 30, 11) Gott will uns auf den Posten stellen, den wir mit unserem Leben nach Gottes Willen auszufüllen haben; כי אם ליראה (Deut. 10, 12) nur durch gewissenhafteste Erfüllung des Gotteswillens gelangen wir zu jener wahren Gottesfurcht, bei der Gott in keinem Augenblick unseres Lebens unserem Bewußtsein entschwindet; תמים תהיה עם ה׳ (Deut. 18, 13) restlose Hingabe an den Gotteswillen und damit innigste Vermählung mit Gott, ist ihre Forderung; ,ושמרו דרך ח (Gen. 18, 19) Beachtung des von Gott gewiesenen Weges, auf dem Menschen allein zur Betätigung von צדקה ומשפט , von Liebe und Recht gelangen, der erschöpfende Inhalt ihrer Sendung; — so haben auch Propheten, wenn sie an so vielen Stellen (vgl. Jes. 56,1) in משפט und צדקה den Inhalt der ganzen Thauro erblicken, ihnen Thauro nichts anderes ist als Anweisung zum ״Guten“ (Micha 6,8), zur ״treuen Hingabe“ (אמונה Hab. 2,4), zum ״Gottsuchen“ (Am. 5,4) aber auch ״Gott-Finden“ (Jes. 55), die Söhne ihres Volkes zur Verwirklichung der ganzen Thauro in ihrer lückenlosen, ungebrochenen Ganzheit erziehen wollen (s. Makoth 24 a). Ihrem Vorbild folgt der Chaurew, wenn ihm göttliches Chorebgut nichts ist als die Offenbarung gottgewollter Gereclitigkeit und Liebe und Erziehung hierzu, in deren Verwirklichung allein Menschenleben seine wahrhafte Erfüllung findet. זאת המנוחה ,זאת המתעה Hier, im Besitz des Chaurewguts, winkt euch Lebensruhe, Lebensfriede, beglückende Lebensbefriedigung! — so tönt es mahnend durch den Chaurew. — Weil ihm aber auch wie den Propheten die Entarteten und Vergifteten vor Augen standen, die von Besitz- und Genußgier sinnlos Trunkenen, die sich schmücken mit welkem Kranz und stolz sind auf das, was so jämmerlich sie schändet, deren Tisch keinen Raum mehr läßt für das Reine und Heilige, die für Thauro, deren Wesen ihnen fremd, nur gräßlichen Hohn besitzen und in der Emanzipation vom Gottesgesetz die Voraussetzung

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