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Nahalat tsevi · 1936-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1936) · p. Seite 79

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1936)
Date
1936-10-01
Page
Seite 79 (sequence 81)
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79 vieles durch eine kleine, aber kraftvolle orthodoxe Arb eit er organisation geleistet werden kann. Der Brief Schreiber teilt das mit: ״In Haifa sieht man freilich nicht so stark wie in Tel Aviv, wie sich die Menschen auf Sukkoth vorberciten. Besonders die frommen, alten Juden bauen Sukkoth. Der neuen Generation sind diese Gebräuche vielfach fremd. Eine jüdische Generation will erstehen, ohne mit religiösen Dingen in Berührung zu kommen. Ja, ja . . . Aber nicht alle sind so. Es gab, gibt und wird immer Juden geben, die ein heiliges Land und ein heiliges Volk erzielen wollen. Dies Ziel verfolgt auch hier mit Stärke die Organisation, in deren Reihen unsere Kwuzah steht. ¥ * ★ Gleich nach Jaum Kippur gingen wir daran, die Sukkah zu errichten. Wir kauften Holz und bauten uns eine herrliehe, große Sukkah. Die Mädels sorgten für die Ausschmückung. Unsere Freude war zu groß, als wir zum erstenmal in einer Sukkah in Erez Israel den Segensspruch sägen konnten. Wunderbar war Simchath Thora im chassidischen Minjan. Der Raw und alle haben getanzt und gesungen. Dann nahmen wir alle Thorarollen und den Raw in die Mitte, und es gab rings herum eine lustige Horra. Bis spät wurde getanzt und gesungen. Erfreut und lustig, singend und jubelnd zogen wir dann nachhause, ohne uns um irgend einen Araber zu kümmern. Hier sind wir zuhause.“ Allen denjenigen, die nicht wissen, um was es sich in Erez Jisroel handelt, sollte dieses Buch in die Hand gedrückt werden, welches sicher nicht mit der Tendenz geschrieben ist, das Agudaaufbauwerk zu fördern, aber in seiner Tendenzlosigkeit weit wirkungsvoller ist. Zu jenen Dingen, welche unbewußt im Dienste einer Klärung der jüdischen Wahrheit stehen, gehörte auch eine vom Waad Leumi in Tel Aviv am Chol Hamoed Sukkoth veranstaltetc Kultur-Tagung in Erez Jisroel. An dieser Kultur-Tagung nahmen zwar an der ersten Sitzung noch die Vertreter des Misrachi teil, dann aber verließen sie die Sitzung ostentativ und sowohl der Misrachi als auch der Poel Hamisrachi veröffentlichten folgende, höchst bemerkenswerte Erklärung: ״Weil die gegenwärtige Tagung ohne genügende Vorbereitung und ohne Klar- Stellung der Grundsätze einberufen wurde, war uns die Möglichkeit nicht gegeben, daran teilzunehmen und unseren Standpunkt zu der Versammlung und den Problemen, die auf ihr behandelt werden, festzulegen, darum fühlen wir uns veranlaßt, folgende Erklärung abzugeben: 1. Die Beschlüsse, zu denen wir gekommen sind, sind folgende: Nur in der am Sinai gegebenen Thora und der auf dieser Thora des Lebens aufgebauten Wirklichkeit — wir verstehen darunter alle Wege unseres Lebens und die Lösung aller sozialen Probleme im Lichte der Thora — erblicken wir die jüdische Kultur, welche die Grundlage und auch die Basis für jede Aufbauarbeit im Lande ist. Jede jüdische Kultur, die nicht auf der Thora basiert, ist keine jüdische Kultur; darüber hinaus schafft sie eine fremde Gruppe und fälscht die lebendige Wirklichkeit des jüdischen Volkes.

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