Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1936)
- Date
- 1936-10-01
- Page
- Seite 80 (sequence 82)
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80 2. Jene Kultur- und Erziehungsarbeit für Kinder und Erwachsene, die im Lande auf profaner Grundlage geführt wird, verursacht nach unserer lieberzeugung Zügellosigkeit im jüdischen Sinne, und Einwurzlung von Gewöhnheiten und Sitten, die im Gegensatz zum jüdischen Geiste stehen. Sie erzeugt ein Geschlecht von Unwissenden, auf dem Gebiete der jüdischen Kultur und der Kenntnis des Judentums. Alle unsere Bemühungen während vieler Jahre, um auf diesem Gebiete Aenderungen einzuführen, durch direkte Mitwirkung, haben nichts genützt, um auch nur irgendwie die Lage zu bessern. 3. In der Kultur-Aktion, an die der Waad Haleumi jetzt herantritt, und zw^ar wiederum auf profaner Grundlage, erblicken wir die Fortsetzung eines Hineintragens fremder Kultur und eines fremden Geistes in den jüdischen Jischiiw Erez-Jisroels, und wir haben keinerlei Zutrauen, daß diese Kultur- Aktion eine Aktion der Thora und Mizwoth sein wird. 4. Aus allen diesen Erwägungen heraus erblicken wir keine Möglichkeit enier gemeinsamen Arbeit mit dieser Kultur-Aktion des Waad Leumi. Von unserer Seite setzen wir unsere Arbeit fort, und wir werden alle Mittel anwenden, um die hebräische Sprache im Jischuw zur Herrschaft zu bringen,; und dafür zu sorgen, daß Alt und Jung sich diese aneignet. 5. Unsere ewige Ueberzeugung, daß von dieser Thora sich keiner der Kinder Jakobs, nicht er, und nicht seine Kinder und seine Enkel, freiwillig oder unfreiwillig lösen kann, gibt uns das sichere Zutrauen, daß auch diejenigen, die sich von der jüdischen Kultur und der Kultur der Thora entfernt haben, mit ihrer Rückkehr in unsere Heimat, dem Erbgut unserer Väter, auch die Rückkehr zu unserer Thora, der am Sinai gegebenen geistigen Erbschaft unserer Väter zurückkehren werden, und dann wird die Pforte geöffnet sein zu einer gemeinsamen einheitlichen Arbeit des ganzen Jischuw. Wir lenken auch die Aufmerksamkeit dor Teilnehmer des ICinnuth darauf, daß Kneseth Israel, WTelche selbstverstündlich sämtliche Teile des Jischuw zu vereinigen hat, eine solche Kulturarbeit, welche die Grundlage des religiösen Judentums angreift, nicht in ihre Arbeit aufnehmen kann. Sie schafft damit innerhalb der Kneseth Israel eine sclrwankende, nicht tragfähige Basis, die keineswegs geeignet ist, die verschiedenen Teile des religiösen Judentums ihr nahe zu bringen.“ Unter den fast 150 000 Juden, die in Paris Wohnen, verschwindet scheinbar der Prozentsatz der orthodoxen Juden, umso bemerkenswerter ist die Gründung einer ״Union Schomr e-hadath“, welche sich etwa im Sinne der ״Freien Vereinigung“ die Förderung des religiösen Pflichtlebens zum Ziele gesetzt hat. Ihr erstes Arbeitsgebiet gilt der Hut des Sabbath. Ein Rundschreiben, welches im Dienste dieser Idee dieser Tage an die jüdische Bevölkerung von Paris gerichtet wurde, lautet folgendermaßen: ...ששת ימים תעבד ״Du travail, toute la semaine“ ויום השביעי שבת ״Du repos, le Sabbat“ Cher coreligionnaire, Vous connaissez sans doute, au moins de nom, l’oeuvre que nous entreprenons avec tous les שומרי הדת des differentes communautes de Paris, npus pla-