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Nahalat tsevi · 1936-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1936) · p. Seite 77

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1936)
Date
1936-10-01
Page
Seite 77 (sequence 79)
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77 auf den Altai־ gefchlagen und dabei gesagt hebe:לרקום לוקוס עד מתי אתה מכלה ממונן של ישראל ואי אתה עומד עליהם בשעת הדחק■. In diesem Satze ist, wie Rafchi zur Stelle bemerkt, לוקוס ein griechifches Wort und bedeutet Wolf. Nun hat in einer im vorigen Jahre herausgegebenen Festfchrift (Orientalifche Studien, Leiden) K. H. Rengstorf nachzuweisen versucht, dab לוקוס an unserer Stelle eine ganz andere Bedeutung hat, und zwar nichts anderes ist, als das lateinifche locus, d. h. Ort. Er meint, dab dieses Wort gewählt ist als Ersatz für das hebräifche מקום und dab die Frau in ihrer Frechheit sich direkt an Gott gewandt hat. ״Wie soll״, so fragt er, ״die Frau dazu kommen, ausgerechnet mit dem Worte ״Wolf" höhnend den Altar anzureden?״ Ich glaube, dab diese Frage leicht zu beanf- Worten ist, so dab die fcharfsinnige Vermutung von Rengstorf vollkommen überflüssig ist. Man braucht sich nur daran zu erinnern, dab Onkelos im 1. Buch Mos. 49, 27 in seiner ausführlichen Übersetzung der Worte בנימן זאב יטרף sagt: ובאחסנתה יתבני מקושא, womit man die פלוגתא in 54 זבחים a zwifchen Raw und Lewi vergleiche. Raw will nämlich übersetzen יתבני מדבחא. Mit vollem Recht also sagt der נתינה לנר zu unserem Vers המזבח נמשל לזאב. Dieser Vergleich wird in Priesterkreisen allbekannt gewesen sein, und es läbt sich hören, dab unsere Weisen das ganze Gefchlecht Bilga gestraft haben, denn die Frau würde nicht so gesprochen haben, hätte sie nicht derartiges in ihrer Umgebung gehört. Chronik. Da die folgende Buchbesprechung für die r eligio s en Zu - stände in Palästina überaus charakteristisch ist, ist es wohl am Platze, sie im Rahmen der Chronik zum Abdruck zu bringen: Briefe junger Menschen schildern Erez Jisroel. Gesammelt und herausgegeben v. Rudolf Melitz 1936. Verlag ״Atid“ Berlin. Neben Reiseberichten und Dar- Stellungen der verschiedenen Arbeitsgebiete, Zeiteinteilung etc., dürfte wohl weitaus das größte Interesse die gewollte und ungewollte Charakteristik der religiösen Zustände in Kibbuzim, wie überhaupt im Lande, finden. Die restlose Ehrlichkeit, mit der die jungen Menschen nicht nur das Geschaute berichten, sondern auch ihre Meinung äußern, macht die Lektüre des Büchleins besonders reizvoll. Da ist z. B. eine Ruth* die

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