Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1936)
- Date
- 1936-10-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Belongs to
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25 Im Rüstjahr der Sch’mitfa des Landes. Von Rabb. Dr. Joseph Breuer. Die schicksalsschweren Ereignisse, von denen Erez Jisroel in der zweiten Hälfte des zurückliegenden Jahres betroffen wurde, ließen den Gedanken an die nicht minder schweren Sorgen und Nöte der übrigen Gola zurücktreten. Und dies mit Recht. Demi wie noch nie zuvor, seitdem das jüdische Volk seine Galuthwanderung angetreten, ist die Zukunft der gesamten Gola aufs innigste mit der Entwicklung der Verhältnisse in unserer heiligen Heimat verknüpft. Das kommende Jahr wird dort aller Voraussicht nach Entscheidungen von ungeheurer Tragweite bringen. Dieses Jahr ist aber das sechste Jahr in der Reihenfolge der Sch’mittaperioden, das Rüstjahr zum bevorstehenden Sch’mittajahr. Wer in Gottes Thora die Lebensbedingungen und das Schicksal des jüdischen Volkes und des jüdischen Landes in ihrer unzertrennlichen Einheit niedergelegt sieht, wird die Tatsache, daß der ״neue Jischuw“ in einem historischen Augenblick von nicht zu ermessender Folgenschwere demSch’mittajahr entgegengeht, mit ebenso banger Sorge wie heißer Er- Wartung verzeichnen. Denn mit erschütternder Eindringlichkeit und jeden Zweifel ausschließender Eindeutigkeit hat Gottes Thora das Geschick von Erez Jisroel von der Heiligung des Sabbatjahres abhängig gemacht. Das Galuth des jüdischen Volkes und die Verödung des Landes verkündet sie als Folge der geschändeten Sabbatjahre; in der Oede, der das Land anheimfällt, findet es die Sabbatruhe, die ihm Israel in unseliger Verblendung vorenthalten hatte: ״Euch aber zerstreue ich unter die Völker und zücke hinter euch das Schwert: euer Land aber bleibt öde, und eure Städte bleiben Trümmer. Dann wird das Land seine Be- ־Erledigung haben an seinen Sabbaten, solange es verödet ist und ihr im Lande eurer Feinde seid, dann wird das Land Sabbat halten und seine Sabbatjahre befriedigen. Solange es verödet ist, wird es Sabbat halten, den Sabbat, den es nicht gehalten hat während eurer Sabbat!ahre, als ihr in ihm wohnt6״ (Lev. 26, 33-35). Göttliche Vorsehung hat nach fast zwei Jahrtausenden der Verödung des heiligen Bodens dem ״neuen Jischuw6״ und dem ihm anvertrauten Boden zu ungeahnter Blüte verholfen. Wenn Gottes Thora ewige Wahrheit ist, dann enthält diese Tatsache die göttliche Anfrage an sein Volk, ob es nach Jahrtausenden