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Nahalat tsevi · 1936-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1936) · p. Seite 17

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1936)
Date
1936-10-01
Page
Seite 17 (sequence 19)
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17 eine klare, deutliche Antwort abgefragt wird und zu deren Beschwörung alle mechanischen und physikalischen Formeln 60 wenig ausreichen, daß es viel leichter sein kann, vermittelst der Wunder der Spektralanalyse über stoffliches Wesen der Sonne oder der noch ferneren Fixsterne als über das ,,Etwas“ Bescheid zu geben, das ein jeder von uns im nächsten eigenen Innern fühlt, das doch unabweisbar unabhängig von allem Stoffwechsel das bleibende Eine inmitten des Wandels ist und allein die Kontinuität des Bewußtseins ermöglicht und das die nichtphysiologische Welt ״Geist“, zu nennen wagt; — so gewiß jede organische Funktion, so gewiß ebenso das Sehen des Auges nach optischen und physiologischen Gesetzen sich vollzieht und doch der Gebrauch dieses Organs, die Richtung seiner Funktionen auf ein bestimmtes Ziel, das Sehen und Betrachten eines bestimmten Gegen- Standes von einem freien Willensakte, dessen wir uns alle bewußt sind, ebenso ausgeht, wie — man verzeihe die Veranschaulichung — wie die Dampfschiffmaschine nach rein physikalisehen Gesetzen arbeitet und gespeist wird, die zielanstrebende Bewegung des Schiffes aber, das Ausweichen an dieser, das Näherstreben nach jener, das Ankommen an bestimmter Uferstelle, nicht die schnaubende Dampfkraft, nicht der laute Kolbenstoß, nicht die in Feuersglut schwitzende Heizerarbeit, sondern der freie intelligente Händedruck bewirkt, der still und geräuschlos den ganzen Koloß und alle in ihm arbeitenden Kräfte auf ein bestimmtes Ziel hinsteuert: so gewiß bleibt allem naturwissenschaftlichen Fortschritt gegenüber doch die alte jüdische Wahrheit Wahrheit, ja gewinnt durch jeden solchen Fortschritt nur noch inhaltsreichere Bedeutung: kein Gedanke ohne Denker, keine Ordnung ohne Ordner, kein Gesetz ohne Gesetzgeber, kein bildungsreiches Sein ohne Bildung gebenden Schöpfer, keine Welt ohne Gott, kein Mensch ohne sittlich-freien Geist — und alle in der Welt waltenden, mechanischen, physikalischen, chemischen und physiologischen Gesetze erübrigen den die Gänge des Weltganzen und nach jüdischem Bewußtsein auch die des Einzelnen, zu Seinen und nach Seinen Zwecken lenkenden und leitenden Einen so wenig, wie der physiologisch atmende Leib nicht die freie leitende Menschenintelligenz und das mechanisch arbeitende Schiff nicht den frei lenkenden Steuerregenten erübrigt. — Wir sind von der die Sphäre unseres Berufes und unserer Fähigkeit überschreitenden Anmaßung weit entfernt, ein Votum

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