Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1936)
- Date
- 1936-10-01
- Page
- Seite 16 (sequence 18)
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Propheten (Secharja 9, 1) eingedenk: nicht die TJriwisseiiheit, ,.des Menschen Auge ist Gottes,“ oder der Lehre seiner Rabbinen (Sabbat 75a): ״wer Einsicht in die astronomischen Berechnungen der Himmelskörper gewinnen kann und vernachlässigt es, von dem heißt es: das Werk Gottes wollen sie nicht schauen und haben für seiner Hände Werk kein Auge“, und durch die zeitgenössische Erfahrung unbeirrt, oder vielmehr zu noch größerem Ernst durch sie veranlaßt, fährt es fort, die Jugend seine Wahrheit von Gott und Menschenbestimmung zu lehren und sie gleichzeitig, so weit als nur didaktisch möglich, mit den Ergebnissen der heutigen Naturerkenntnis vertraut zu machen und mindestens Begriffe von einer Naturanschauung auf wissenschaftlicher Basis gewinnen zu lassen. Es muß die jüdische Jugend die Selbst- Überzeugung gewinnen, wie das Gebiet der Gotteserkenntnis und der geistig sittlichen Menschenbestimmung, welche das Judentum zu pflegen hat, von allen Ergebnissen der gesamten Naturforschung völlig unangetastet bleibt, ja in ihnen nur noch eine bewußtvollere Basis gewinnt. So gewiß die gesamte naturforschende Welt noch heute den ins Bedlam weisen wird, der für die Versicherung Glauben fordern möchte, durch zufälliges Hinstürzen eines Setzerkastens habe sich, nicht eine Ilias, ein Schiller’sches Lied von der Glocke, sondern nur eine AB-ab-Fibel gesetzt, — durch zufälliges Zusammenfinden von Stoffen ein Haus in architektonischem Gleichmaß, ein physikalisches Instrument, eine Maschine in zweckentsprechender Zusammensetzung konstruiert, ja auch nur eine Schraube an einem Instrumente, an einer Maschine in der Berechnungsvoraussetzung entsprechender Weise sich eingefügt; so gewiß es allem physiologischem Fortschritt noch nicht gelungen ist — und wir wagen bis auf dementierendes Weiteres den Zusatz: auch schwerlich je gelingen wird, — das ״Woher“ der zweckdienenden Bildungsform einer Zelle, geschweige denn das ״Woher“ des zweckdienenden Zusammengefüges bestimmter Zellen zu einem bestimmten zweckdienenden Organ, bestimmter Organe in ein bestimmtes einheitliches Dasein und seine Funktionen vermittelnde Zusammenordnung zu deuten; so gewiß der Physiologe es fühlt, daß, je mehr er mit seinen Forschungen dem Gebiete sich naht, welches das niehtphysiologische Bewußtsein das Gebiet der Freiheit nennt, ihm schon in jedem Leben auf unterster Stufe, noch mehr im Bewußtsein, selbst im andämmerndsten Stadium, Sphinxe entgegentreten, denen vergebens