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Nahalat tsevi · 1936-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1936) · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1936)
Date
1936-10-01
Page
Seite 9 (sequence 11)
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9 Erde seiner Füße Schemel nennt und den kein Tempel und kein irdischer Raum umschließt.6) Sie weisen hin auf Den, von dessen Schaffen die Bildung der Erde, von dessen Weisheit die Anlage zur Menschen weit, von dessen Berechnung aller gegenseitigen Wirkungen die Neige des Himmels zeugt, zum Donner seiner Wasserspende am Himmel führt er Wolken von der Erde hinauf, hat bereits Blitze für den Regemiiederschlag bereitet, wemi er den Wind aus seinen Schätzen sendet.7) Er, der die Sonne zum Licht des Tages und die Gesetze des Mondes und der Sterne zum Lichte der Nacht gegeben, als Gott aller Weltenheere wird er gedacht, und wie diese Gesetze nicht aus seiner Obhut weichen, so auch das Volk nicht, das er für die Erleuchtung der Menschen gesetzt.8) Und wenn dieses Volk das Gesetz seines Gottes verleugnet, dann lautet die Klage: Auch der Storch in den Lüften kennt seine Bestimmungszeiten, Turteltaube, Schwalbe und Kranich wahren die Zeit ihres Kommens, und mein Volk weiß; nichts mehr von der Ordnung Gottes.9) Oder: Töricht Volk! Mich wollt Ihr nicht fürchten? der ich Sand zur Schranke dem Meere gegeben, ein ewiges Gesetz, das es nicht überschreitet, und stürmen sie dagegen, sie vermögen nichts, und wogen seine Wellen, sie überschreiten es nicht, und diesem Volke ward ein ungehorsamer Sinn, sie weichen ab und gehen ruhig dahin und sagen sich nicht: lasset uns doch Gott fürchten, der den Regen, den Früh-, Spätregen zur bestimmten Zeit gibt und unter dessen Obhut die unsere Ernte bedingenden Zeitgesetze ruhen.10) Laßt uns doch erkennen, allen Ernstes streben, Gott zu erkennen, wie des Morgens Aufgangspunkt sicher, so ist sein Aufgang uns gewiß, wie der Regen kommt er uns», wie der Frühjahrsregen die Erde tränkt.11) Und tief hat sich der jüdische Geist an dieser sinnigen Naturbetrachtung genährt. Sein Ideal ward: ein Baum zu sein, an Wassersquellen gepflanzt, der seine Frucht zur rechten Zeit gibt und kein Blättchen welken läßt, dem gleich an die Gotteslehre sein ganzes Sein zu pflanzen, aus ihr all sein Streben zu schöpfen, in sie all sein Sinnen auf gehen, durch sie all sein Tun und Lassen zeitigen und zur Reife bringen zu lassen. (Ps. 1, 2—;3) An dieses Ablesen des Gottesnamens vom Himmel, diese jedem unverfälschten Menschensinne zugängliche und verständliche 6) das. 66, 1. י) Jerem. 10, 12. 8) das. 31, 35. ») das. 8, 7. 10) das. 5, 22. H) Hosea 6, 3.

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