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Nahalat tsevi · 1936-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1936) · p. Seite 3

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1936)
Date
1936-10-01
Page
Seite 3 (sequence 5)
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3 geradezu hemmend und hindernd im Wege stehen, und doch für die besonderen Ziele, denen sie ihrer Bestimmung gemäß zu dienen hat, höchst vollendet erscheinen, und ebenso eine andere für pädagogische Zwecke reiche Ausbeute gewähren und doch den eigentlichen Zwecken ihrer Bestimmung gegenüber mangelhaft bleiben. Es sei denn, daß pädagogische Zwecke, Einfluß auf Geist und Charakterbildung überhaupt, ein wesentliche^ Attribut ihrer eigenen Bestimmung bilden. Dann freilich dürfte auch ihr absoluter Wert in dem Grade steigen und fallen, je nachdem sie sich gleichgültig, hemmend oder fördernd den Aufgaben pädagogischer Wirksamkeit gegenüber verhielte. Soll nun eine Institution überhaupt für die Zwecke der Jugendbildung sich fruchtbar erweisen können, so muß zuerst das Gebiet, das sie beherrscht, in den Gesichtskreis des kindlich und jugendlich zum Bewußtsein erwachenden Menschengeistes gehören. Die Objekte, die sie deutet und über welche sie Wahr־ heiten grundlegend lehrt, müssen dieselben sein, an deren Erkenntnis und Verständnis überhaupt der jugendliche Geist sich zu üben hat. Die Wahrheiten, die sie lehrt, müssen die Fassungskraft der Jugend nicht übersteigen und müssen gleichzeitig sich ganz in derselben denkgerechten Bahn bewegen, in welcher die gesunde Entwicklung des Denkvermögens der Jugend überhaupt angestrebt wird. Je mehr ferner eine solche Institution dem ganzen Aufblühen der jugendlichen Seele homogen entgegen kommt, je heiterer sie den spielenden Versuchen der erwachenden Psyche zulächelt, je mehr sie mit deren Freude an der Freude selber eine Freude hat, je mehr sie der Heiterkeit des Kindes, dem Frohsinn des Knaben, der Begeisterung des Jünglings Heiterkeit, Frohsinn und Begeisterung hinzubringt und je weniger das Gegenteil von allem diesen ihrer Natur gemäß ist: um so geeigneter wird eine solche Institution erscheinen, auf die Geistes- und Charakterbildung der Jugend wohltätig einzuwirken und als willkommene Gehilfin dem pädagogischen Bemühen zur Seite zu treten. Betrachten wir unter diesen Gesichtspunkten die Institution des Judentums, so ist es ja eben das ganze Gebiet des realen irdischen Seins und nur dasselbe, innerhalb dessen sich seine Erkenntnislehren bewegen. Die Erde in der ^ganzen Mannigfaltigkeit ihrer unorganischen Formen und ihres unter dem Himmelsstrahl aufblühenden organischen Lebens; der Mensch in der ganzen Hoheit seines Seins und Könnens und Sollens inmitten

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