Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 327 (sequence 73)
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327 אשר פדית לך ממצרים גויס ראלקיו (Sam. II 7,23) andeuten, daß, da nur durch Israels Erlöfung die Herrlichkeit der göttlichen Heileswaltung in völlig ungefchmälertem Lichte erfcheint, das göttliche Wort keinen Anftand nimmt, Israels Leid und Erlöfung auch auf die göttliehe Herrlichkeit zu beziehen: שכינה משועבדת עמהם (Mechilta zu 2. B. M. 12,41), אראהו בישועתי (Pf. 91,16) זה אחד מן המקראות הקשין שישועתן של ישראל היא ישועתו של הקב״ה (מדרש שוחר טוב). Siehe Thaanith 16 a. 1J Demgemäß hieße es: ״Laffe nunmehr Deine Rechte in vollem Heile fich zeigen״. Einen Beweis für diefe Auslegung der Worte הושיעה ימינך durfte uns die Peßikta liefern (Siehe jalkut Schimeoni Ziffer 778 zu Tehillim 60,7 und Ziffer 885 zu Tehillim 137,5) Wir lefen dort: ״אמר הקב״ה קץ נתתי לימיני כל זמן שבני משועבדים תהא ימיני משועבדת, גאלתי בני גאלתי ימיני הוא שדוד אמר למען יהלצון ידידיך הושיעה ימינך. אמר דוד לפני הקב״ה רבונו של עולם עשה להם בשביל ידידיך אברהם יצחק ויעקב וכל זמן שאין להם זכות עשה להם בשביל ימינך ועננו" »Der Heilige, gelobt fei Er, fpricht: Ich habe ein Ende für meine Rechte feftgefetzt. Solange meine Kinder geknechtet werden, wird auch meine Rechte geknechtet. Erlöfe ich meine Kinder, dann erlöfe ich meine Rechte. In diesem Sinne lagt David: "״למען יחלצון ידידיך הושיעה ימינך David fpricht vor dem Heiligen, gelobt fei er: Herr der Welt, tue es um Deiner Lieblinge Abraham, Jizchak und Jaakob willen. Hat Israel kein Verdienft, fo tue es um Deiner Rechten willen und erhöre uns.״ Die Weifen überfetzen alfo in der Tat, in Qbereinftimmung mit der Auffaffung S. R. Hirfchs, die Worte הושיעה ימינך: Hilf Deiner Rechten!וחכם עדיף מנביא. b) Bemerkung zum Maarawit von Schemini Azeret. Der Pijut אודות באר המים im Maarawit von Schemini Azeret (nach afchkenafifchem Ritus) fchildert das Freudenfeft, das am Sukkoth anläßlich des Wafferfchöpfens ftattfand2). עמי ZU übersetzen sein: ״Ich weile bei ihm in der Not“. Die Midraschdeutung der Weisen entspricht somit dem Peschat, dem. einfachen Wortsinn der Schrift. (Siehe H. Schmidt, Der Mythos vom wiederkehrenden König im Alten Testament. Zweite, durchgesehene Auflage Giessen 1933, Seite 12 Anmerkung 3) *) Die Weisen erwähnen diesen Gedanken der Galuth-Schechina an zahlreichen Stellen. Siehe insbesondere Massechet Megilla 29 a תניא אמר רבי שמעון בן יוחאי, sowie Midrasch Tehillim 20,1 (ed. Buber Seite 173) und Jalkut Schimeoni Ziffer 679 zu Tehillim 20,2. 2) Siehe Talmud Babli Sukka 51a —53b; Talmud Jeruschalmi Sukka Perek 5 Halacha 1—5.