Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 309 (sequence 55)
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309 rer Schule stieß und welchem Mißtrauen wir noch geraume Zeit begegneten. Wenn dieses Mißtrauen heute nahezu völlig geschwunden ist, ja im Gegenteil einer weitgehenden Anerkennung Platz gemacht hat und die Schule sich heute zahlreiche Freunde erwerben konnte, so dankt sie dies einer soliden und zähen Arbeit aller Beteiligten, insbesondere des Lehrkörpers. Und wie die Dinge hier liegen, sorgt schon die Jugend selbst, die auf ihre Schule stolz ist und sie mit großer Freude besucht, für den Ruf und den Widerhall der Schule in der Stadt. Gestützt auf diese Anerkennung und im Gefühl des Geleisteten darf und soll heute gesagt werden: Das Werk der ״Chorev- Schule“ zählt heute zu den positivsten Errungenschaften, die die deutsche Einwanderung dem heiligen Lande gebracht hat. Das Schulwerk ״Chorev“ gehört heute nicht mehr seinen Trägem allein. Die Augen der außerpalästinensischen gesetzestreuen Judenheit richten sich auf uns. Es ist ihr Eigentum und ein Symbol ihrer Leistung für die Erziehung in Erez Jisrael. Und darum soll und muß heute die gesetzestreue Judenheit der Welt diesem Werke helfend beistehen. Es ist nicht so sehr die Sorge um das ״tägliche Brot“, die die Schule bedrückt und von der sie von draußen her entlastet werden will. Es sind vielmehr zwei Probleme, die bereits» im Laufe dieses Jahres gelöst werden müssen. Das eine ist die Sorge für die geeigneten Räumlichkeiten. Der mit der Lage Vertraute weiß, daß unbedingt in Kürze ein eigenes Gebäude erstehen muß, mit Garten und Spielplätzen. Dieses Haus wird ein Sammelpunkt der eingewanderten orthodoxen Menschen werden, der ihnen bis zur Stunde fehlt. Es soll ferner Versammlungs- sowie Bet- und Lernräume erhalten. Der Gewinn, der für die Orthodoxie daraus entsteht, wird ein großer sein. Das zweite Problem liegt darin, daß die Chorev-Schule für alle sozialen Kreise zugänglich gemacht werden muß. Viele Ein- Wanderer kommen als Arbeiter und kleine Kaufleute usw. ins Land und sind nicht in der Lage, auch nur annähernd den Betrag aufzubringen, den unsere Schule als Schulgeld verlangen muß. Diese Menschen sind heute in Betreff der Einschulung ihrer Kinder völlig rat- und hilflos. Es muß unsere Aufgabe sein, diese Kinder zu versorgen. So ist die Aufgabe, die uns und der gesamten thoratreuen 1 Judenheit gestellt wird, eine doppelte: eine kulturelle und eine soziale. Wer uns hilft, der ebnet damit den Weg dafür, daß %