Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 308 (sequence 54)
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gemäß dem eingangs angeführten Leitsatz — bestimmt war, hat der Lehrkörper in wöchentlichen Sitzungen sein Programm weitgehend selbständig ausgearbeitet. Es wurden auch Elternabende einberufen, um Kritik, Rat und Anregungen auszutauschen. Diese Initiative der Lehrer war umso wertvoller, als dem oben erwähnten Arbeitsausschuß dadurch die Möglichkeit gegeben war, die mehr technischen Dinge zu führen. Ihm oblag es, Gelder aufzubringen, für die nötigen Räumlichkeiten zu sorgen, propa-־ gandistisch zu arbeiten usw. Es gelang u. a., Stiftungen zu gewinnen, die es uns gestatteten, Turngeräte anzuschaffen, sowie eine Bibliothek einzurichten. Daß uns noch vieles fehlt (wie Geräte zum Physik- und Naturkunde-Unterricht), sei hier nur erwähnt. Es leuchtet ein, daß es nur durch großzügige Spenden möglieh war, das ganze Werk besonders im ersten Jahre zu halten. Hier seien einige Zahlen angeführt, die von dem Budget der Schule einen Begriff geben: Für jedes Kind wird ein Schulgeld von LP 12.— pro Jahr gefordert. In sehr vielen Fällen mußten jedoch aus triftigen Gründen Ermäßigungen in verschiedener Höhe gewährt werden. Die Räumlichkeiten, in welchen die Schule untergebracht war, kosteten im ersten Jahre LP 100.— Jahresmiete, im jetzigen Jahr in größeren Räumen LP 150.— Die Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben im ersten Schuljahr ergibt: Einnahmen: Ausgaben: Schulgelder LP 416.— Spenden LP 236.— Fehlbetrag (Darlehen) LP 198.— LP 850.— Gehälter LP 520.— Miete LP 100.— Mobiliar LP 140.— Lehrmittel, Einrichtung LP 40.— Diverses LP 50.— LP 850.— Im jetzigen — zweiten — Schuljahr ist mit festen Einnahmen zu rechnen, an Schulgeldern LP 765.— Dem stehen gegenüber Gehälter in Höhe von LP 820.—, so daß also ohne alle weiteren Ausgaben mit einem Fehlbetrag von LP 55.— zu rechnen ist. Bei gutem Eingang von Spenden stehen wir der nächsten Zeit nicht pessimistisch gegenüber, insbesondere, wenn wir uns vor Augen halten, daß wir an einem großen und unentbehrlichen Werk mit arbeiten. Wer die Verhältnisse in Palästina kennt, der weiß, auf welche Widerstände von rechte und links die Gründung unse-