Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 306 (sequence 52)
- Belongs to
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306 ein großer Teil der Schüler später zu Handwerk und Landwirt- Schaft gehen wird, soll dieser Charakter auch, zum mindesten für die nächste Zeit, erhalten bleiben. Im kommenden Schuljahr wird der Werkunterricht noch stärker als bisher betont werden. In einigen Klassen wird mit regelmäßiger Gartenarbeit begonnen, um die Kinder auf diese Weise stärker zu den Berufen hinzuführen, die für den Aufbau und speziell den Aufbau in unserem Sinne sich produktiv auswirken werden. Die Unterrichtsgebiete sind in 3 Gruppen gegliedert: 1. Elementarfächer der allgemeinen Volksschulen, die im einzelnen ja nicht näher auf geführt zu werden brauchen. In diesen Fächern wurde von uns bereits im ersten Jahre das Klassenziel erreicht, das im Lande gestellt zu werden pflegt. Nicht ganz das gleiche gilt für die dem hiesigen Unterricht eigentümlichen Gebiete, so für die hebräische Sprache. Selbstverständlich wurde Hebräisch als Unterrichtssprache mit dem ersten Tage eingeführt. Und es kann als erfreulich festgestellt werden, daß die Schüler, die seit einem Jahr unsere Schule besuchen, heute die Sprache in Lesen, Schreiben und Sprechen beherrschen. Aber andererseits strömen der Schule ständig Kinder neuer Einwanderer zu, die zumeist wenig oder gar keine Vorkenntnisse mitbringen; auch fällt die Umstellung manchen älteren Kindern aus anderssprechendem Milieu nicht leicht. Eine weitere Schwierigkeit besteht für unsere Kinder — aber übrigens auch für Kinder anderer Jerusalemer Schulen — darin, daß sie von Land und Boden Palästinas wenig sehen und so der Natur- und Heimatkunde-Unterricht noch nicht die wünsehenswerte Höhe erreicht hat. Wir haben in dieser Richtung mancherlei Mittel zu Hilfe gezogen: Wir veranstalteten Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, einmal eine mehrtägige Tour ins Scharon, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, die Natur des Landes und die Arbeit auf dem Lande kennen zu lernen. Dem letzteren Zweck diente auch ein Landaufenthalt in Gedera in den letzten Sommerferien. Erwähnt sei noch, daß zu den profanen Lehrfächern von der 5. Klasse an auch Englisch gehört. Wir erwägen die Einführung des Arabischen, jedoch wird dies in diesem Jahre noch nicht gelingen. 2. Einen sehr breiten Raum nimmt der Unterricht in den ״Linrmude Kodesch“ ein. Der Begriff und Umfang dieser Fächer