Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 295 (sequence 41)
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imng zü antworten. Ich erblicke darin eine Aufgabe, vielleicht eine schwere Aufgabe für uns: sind wir berechtigt, unsere Schultem dieser Aufgabe zu entziehen? Liegt nicht am Ende in jener schnellen Bereitschaft zur Ablehnung ein gutes Stück — Bequemlichkeit verborgen? Und wenn selbst wirtschaftliche Zweckmäßigkeitsgründe gar nicht vorhanden wären, ist es nicht Pflicht, jene unglückselige Zersplitterung zu verkleinern, sofern das Gewissen es nur zuläßt, und entspricht es nicht dem echten agudistischen Geist, aus dem Gefühl der Verantwortung heraus nichts unversucht zu lassen, was dazu führen könnte, unsere jüdischen Brüder uns näher zu bringen? Gewiß, wir lehnen es, von unserem Gewissen gezwungen, rundweg ab, aus welchen Gründen auch immer in Organisationen freiwillig zu gehen, die der Thora den Herrschaftsanspruch versagen. Auf die Organisation der thoratreuen Arbeiter trifft dies aber wahrlich nicht zu. Und wer weiß: Vielleicht ist es der Anfang für die Rückkehr des Misrachi oder wenigstens von Teilen des Misrachi. Auch an eine Verwirrung der Geister vermag ich nicht zu glauben. Wer Anlage zur Verwirrtheit hat, findet in unserer heutigen Zeit ganz andere Wirbel vor, die ihn verdrehen werden. Wer Anlage zur Verwirrtheit hat, wird den ganzen Entwieklungsprozeß. den die Agudath Jisrael während der letzten 15 Jahre genommen hat, in seiner Folgerichtigkeit nicht begreifen und wird in ihm nichts sehen als fortschreitende Annäherung an den — Zionismus. Wer klar genug ist, um die heutige Gestalt der Agudath Jisrael zu begreifen, ohne an seinem Agu dismus irre zu werden, wird erst recht die Organisation des thoratreuen Poel hinnehmen können, ohne den Blick für die auch heute vorhandenen und notwendigen Grenzen zu verlieren. Und schließlich, wozu haben wir unsere Lehrer, unsere Ortsgruppen, unsere Jugendgruppen, wenn sie nicht durch Aufklärung und Belehrung, in Wort und Schrift, auch der Masse die Reinheit unseres agudistischen Wollens und Tuns dartun könnten? Agudismus und Mut sind keine Gegensätze. Zum Gedächtnis R. David Oppenheims זצ ל. Von Rabb. Dr. Ph. Frankl-Halberßadl. Am 7. תשרי תרצ״ו jährie lieh zum 200. Male der Todestag des Prager Oberrabbiners R. David Oppenheim זצ״ל, einer Per-