Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 294 (sequence 40)
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des Geistigen. Unsere Poalimorganisation, der furchtbaren Last der Arbeitssorge enthoben, wird nun erst sich der großen und überaus schweren Aufgabe widmen können, den agudistischen Arbeitertyp durch Erziehung, Vorbild und Lehre allmählich zu gestalten. Sie wird dabei nicht auf hören, eine wahre und echte Poalim-Organisation zu bleiben, denn sie ist nach wie vor dazu berufen, in der Wirtschaftsorganisation fortgesetzt sich mit allen Fragen des täglichen Lebens zu befassen und zu diesen Fragen im Geiste des Agudismus, nach den Normen des von ihr im Hinblick auf das tägliche Leben zu entwickelnden Sozialismus der Thora. Stellung zu nehmen. Es müßte merkwürdig zugehen, wenn nicht gerade durch die stete Auseinandersetzung zwischen den Vertretern unserer Poalim-Organisation und den Vertretern des Poel Hamisrachi innerhalb der Organisation des thoratreuen Poel der Poalim-Agudismus eine mächtige Förderung erfahren würde. Mögen ruhig beide Organisationen, durch ihren Fortbestand und ihre verstärkte Innenarbeit die Gefahr der Vermischung ausschließend, in der Wirtschaftsorganisation ihre Kräfte messen. Ich habe zur Wahrheit des Agudismus Vertrauen genug, daß er nicht schlecht abschneiden wird. Einer Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiete, wenn statutarisch und faktisch Sorge getragen ist, daß bei ihr die Thora maßgebend sei, stehen grundsätzliche Bedenken nicht entgegen, es sei denn, daß man Trennung zum Selbstzweck erhebt. Unseren großen Lehrern war sie das nie, sondern traurige und bittere, als letztes Rettungsmittel erachtete Notwendigkeit. Bejaht man aber die Zulässigkeit der Zusammenarbeit, so bejaht man damit zugleich diejenige Art der Zusammenarbeit, die am ehesten die Erreichung des Zweckes gewährleistet. Die Zusammenarbeit von ״Fall zu Fall“ oder die gemeinsame Zusammenarbeit ohne organisatorische Gestalt hat alle Nachteile des Planes, ohne seine Vorteile zu sichern. In der Bereitschaft der Leitung des Poel Hamisrachi, mit uns in eine von allen thorawidrigen Organisationen völlig selbstständige, unter der Herrschaft der Thora stehende Zweckorganisation zu treten, ist eine deutliche Annäherung an die Idee des Agudismus zu spüren. Sind wir überhaupt berechtigt, eine unter solchen Umständen uns gereichte Hand auszuschlagen? Wenn wirklich der Poel Hamisrachi .bei uns eine Hilfe sucht., die wir im Grunde selber dringend brauchen: ich möchte die Verantwortung nicht tragen, einem solchen Wollen mit Ableh-