Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 292 (sequence 38)
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292 keine Mitglieder in ihren Reihen zu dulden, denen einwandfreie Zeugen Thorawidrigkeiten nachweiseii. Es ist nicht in Erwägung gezogen worden, daß auf dem Gebiet der Arbeit und Wirtschaft beide Organisationen sich darauf beschränken sollten, gewissermaßen ״von Fall zu Fall“ zusammenzugehen oder unter Aufrechterhaltung der Selbständigkeit diesem ״Zusammengehen“ eine bleibende Form zu geben. Derartige Gedanken sind graueste Theorie und lassen jede Kenntnis der realen Verhältnisse vermissen. Sie würden lediglich dem ganzen Vorhaben einer ernsten Kräftekonzentration, ein Begräbnis bereiten, das nicht einmal erstklassig ist. Wie stellt man sich etwa die Arbeitsbeschaffung vor? Sie kann nur einheitlich oder mehr oder weniger konkurrierend erfolgen. Wie ist es mit der Gründüng von Kooperativen? Wie mit der lebenswichtigen Propaganda nach außen? Geschehen all diese Dinge gemeinsam, so ist die Selbständigkeit beider Organisationen auf den erwähnten Gebieten ein leeres Wort. Warum sich selber täuschen? Was man als notwendig erkannt hat, soll man mit ganzem Herzen und voller Hand ausführen. Halbheiten haben noch immer geschadet. II. Würdigung. Dem Versuch der Gründung eines Einheitsblocks der thoratreuen Poalim im Heiligen Lande kommt eine hohe Bedeutung zu. lieber die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit brauchen Worte nicht verloren zu werden. Zwar ist sie in Zweifel gezogen worden, aber derartige Zweifel beruhen lediglich auf dem Unvermögen, über den nächsten Augenblick hinaus in eine weitere Zukunft zu schauen. Es mag sein, daß die Notwendigkeit, einer weit größeren Zahl von Poalim Arbeit zu beschaffen, sowie die neue Flagge, unter der die Arbeitsbeschaffung vor sich gehen soll, zunächst gewisse Schwierigkeiten bereiten wird. Sind sie aber einmal überwunden, muß die Kräftekonzentration sich im Wirtschafteleben des Landes günstig auswirken. Der thoratreue Poel, von einer starken und gut geleiteten Organisation vertreten, wird im Lande nicht mehr übersehen werden können. Er wird nach einheitlichen Gesichtspunkten den Kampf um die Arbeitestellen aufnehmen und wird der Histadruth gegenüber eine starke Front bilden. Er wird von der Histadruth mit allem Nachdruck verlangen, als gleichberechtigter Partner angesehen zu werden, der zwar keineswegs den Unfrieden wünscht, sofern er ohne