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Nahalat tsevi · 1936-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1936) · p. Seite 286

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 10-12 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 286 (sequence 32)
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״ * ^.ז- ׳'J^ 1■^4'״'';« ־,V^P׳? -. M * y• <-J׳' Ar Vf^' $86 Seines Geistes lebt auf den Lippen des sterblichen Weisen, und sie preisen Den, der von Seiner Weisheit den Sterblichen verliehen." Ich spreche absichtlich nicht davon, daß ich mir eine praktifche Arbeit seitens des gesetzestreuen Judentums in der Diaspora und in dem neuaufzubauenden Lande der Heimat gar nicht vorstellen kann, wenn wir nicht Männer haben, die Thora und Wissenfchaft in sich vereinigen, denn das wären fchon שעה miin-Gesichtspunkte, die ich mit aller Entfchiedenheit ablehne. Die Thora ist תורת חיים eine Lehre des Lebens und durch sie das jüdifche Volk ein Volk, das leben soll, dem nichts, was lebenswichtig und lebenfördernd ist, fremd sein darf. Hier trifft das Wort der Weisen zu האומר אין לו אלא חורה — אפילו תורה אין לו (יבמות קט:), denn חורת ד׳ חמימה, Und hier lassen Sie mich, meine verehrten Zuhörer, noch zwei Bernerkungen hinzufügen, die ich um der Wahrhaftigkeit willen, deren wir uns befleißigen müssen, nicht unterdrücken darf. Aus den Kreisen unserer jugendlichen Führer, deren ehrliche Absichten ich durchaus fchätze und würdige, wurden Stimmen laut, daß Rabbiner Hirfch זצ״ל und seine Devise תורה עם דרך ארץ etwas zu rationalistifch sei. Man will ein etwas verinnerlichteres Judentum haben, und da sind zwei Richtungen zu unterfcheiden. Die einen suchen diese Verinnerlichung und Vertiefung durch ein Studium der jüdifchen Mystik, der Kabbalah herbeizuführen. Nun gebe ich unumwunden zu, daß ich die Kabbalah nicht kenne, ich wäre unendlich glücklich, wenn ich etwas mehr von נגלה verstände, ich wage mich an נסתרות nicht heran, aber ich kann mir, offen gestanden, nicht vorstellen, wie man diese רד תורה, diese tiefsten Geheimnisse unserer תירה, die sich nur wenigen erlesenen Geistern unseres Volkes entfchleiern, für die großen Massen fruchtbar machen will. Wenn bei einer Wissenfchaft sich äußere Form und innerstes Wesen nicht decken, so ist es sicher bei dieser חכמת הקבלה der Fall. Was wir lesen, kann doch nur die äußere Form sein, hinter der sich tiefste Geheimnisse bergen, und wenn ich eine Übersetzung durchblättere, so finde ich einige Hegel'fche Formeln und vieles, dem ich absolut keinen Sinn abgewinnen kann. Diese Weisheit wurde ja absichtlich dunkel gehalten, wurde ja absichtlich in ein Gewand gehüllt, damit nicht einireie: (.האוחז ס״ת ערום נקבר ערום (שבת יד.. Das Gewand aber für den Gegenstand selbst zu nehmen, die Hülle für das Wesen der Dinge, kann uns nicht zugemutet werden. אין לנו ישק בנסתרות Es genügt uns das Wissen darum, daß es Geheimnisse der ,תורד gibt, die eben nur für die Heiligen unseres Volkes als Lohn für ein langes in Reinheit und Heiligkeit ver-

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