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Nahalat tsevi · 1936-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1936) · p. Seite 282

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 10-12 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 282 (sequence 28)
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282 im zukünftigen jüdifchen Staat die Geistlichen ebenso in ihren Tempeln festhalten, wie die Soldaten in den Kasernen, mit einem Worte: Trennung von Kirche und Staat wird die Losung im Nationalheim des jüdifchen Volkes werden, des jüdifchen Volkes, das für seine Thora das Leid der Jahrtausende auf sich nahm. Dab der Zionismus in seinem innersten Wesen mit der Thora unvereinbar ist, bezeugt uns einer, der es am besten wissen mühte, einer der geistigen Führer und Väter des Zionismus, der eigentliehe Schöpfer der Ideologie des Zionismus, bezeugt uns kein Geringerer als Adiad Haam. Ich will seine Antwort, die er auf eine Anfrage gab, im hebräifchen Wortlaut zitieren, damit man nicht glaube, dab ich Achad Haam etwas unterstelle, was er nicht wirklich gesagt hat. ועל שאלתו בדבר הציונות קשה לי מאד לענותו דבר ברור ומוגבל. אילו רציתי לצאת! רק ידי חובתי הייתי יכול להביא ראיות מן התורה שאין בציונות שום סתירה לאמונה ודת כמו שעשו זאת רבים מן הרבנים הגדולים במכתביהם אבל אינני אוהב לננוב דעת הבריות ע״י אמצעים כאלו. גם לפני דור אהד בעת שעמדה על הפרק שאלת האמונה וההשכלה נמצאו חכמים וסופרים שהרבו למצא ראיות מן בדולי התלמוד ונהלי החכמים שאחריו שאין שום סתירה בין האמונה וההשכלה ואפשר לשתיהן לדור כאחת אבל הנסיון הורה שאין הדבר כן. וזה לפי שיש לפעמים סתירה מסותרת בעמקי הנפש המביאה את האדם סוף סוף לדחות את דרישת האמונה אם כי בהשקפה שטחית אין שום סתירה גלוי׳ ביניהן וכן הדבר גם בציונות כשהיא מקפת את כל שאלת היהדות כתור שיטה שלמה ואינה רק תמיכה לישוב ארץ ישראל. Zu Deutfeh: ״Betr. Ihrer Frage über den Zionismus ist es mir unendlich fdiwer, Ihnen eine klare und festumrissene Antwort zu geben. Wollte ich nur meiner Pflicht genügen, so könnte ich Ihnen Beweise aus der Thora bringen, daS der Zionismus dem jüdifchen Glauben und Gesetz nicht widerspricht, wie dies fchon viele Rabbiner in ihren Briefen getan haben. Aber ich betrüge nicht gerne die Menfchen durch derartige Mittelchen. Auch im vorigen Zeitalter, als die Frage von Glauben und Aufklärung auf der Tagesordnung stand, fanden sich viele Gelehrte und Schriftsteiler, die von den Groben des Talmuds und der nachtalmudifchen Zeit Beweise für die Ansicht erbrachten, dafs kein Widerspruch zwifchen Glauben und Aufklärung bestehe, dab beide friedlich nebeneinander wohnen können, aber die Erfahrung bewies, dab dem nicht so ist. Und dies darum, weil oftmals in den Tiefen der Seele ein geheimer Widerspruch da ist, der den Menfchen dazu bringt, die Forderungen des Glaubens zu negieren, wenn auch bei oberflächlicher Betrachtung kein offener Widerspruch zu entdecken ist. So verhält es sich auch mit dem Zionismus, wenn

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