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Nahalat tsevi · 1936-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1936) · p. Seite 271

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 10-12 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 271 (sequence 17)
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271 Front aller Jereim in Erez Jisroel zur gemeinsamen Erreichung ihrer Selbständigkeit gebildet werde. III. ״Separatismus“: Rabbiner Dr. Salomon Breuer זצ״ל wäre nicht die große Persönlichkeit gewesen, wenn er nicht auch Gegner gehabt hätte, die immer und immer weder an der lückenlosen Geschlossenheit seiner Führerpersönlichkeit und an dem wuchtigen Ausmaß seines Kampfes gegenüber allen Kompromißversuchen zwischen Treue und Untreue zum Judentum Anstoß nahmen. Man hat ihn daher als ״Separatist“, als intolerant, als fanatisch verschrien. In Wahrheit hat die eherne Geschlossenheit seines Charakters auf edle Naturen eine geheimnisvolle Kraft ausgeübt; die ihm nahe standen, erkannten seine natürliche Bescheidenheit, seine rührende Weichheit und die warme Liebe, die seiner Seele entströmte, deren fast kindliche Unberührtheit umsomehr ergriff, je härter der Panzer war, mit dem sie sich umgab, wenn es galt, den Forderungen der von ihm gehüteten Wahrheit Geltung zu verschaffen. Aber auch in der Vertretung dieser Wahrheit wußte er genau zwischen den Menschen und den Ideen, resp. den Organisationen, welche die Idee verkörperten, zu unterscheiden. Niemals galt sein Kampf den Einzelperson - lichkeiten. Charakteristisch ist nach dieser Richtung hin ein Passus aus einer Rede, die Rabbiner Dr. Breuer anläßlich einer Tagung der Freien Vereinigung in Berlin im Jahre 1907 hielt und worin er Anlaß nahm, anläßlich der Reorganisation der Freien Vereinigung u. a. folgendes auszusprechen: ״Mehr als zwei Jahrzehnte sind verstrichen, seitdem mein hochverehrter Vorgänger, der unvergeßliche Rabbiner Samson Raphael Hirsch s. A. diese Vereinigung ins Leben gerufen. Die Ziele, die er mit dieser Schöpfung verfolgte, sind jedermann bekannt, sie sind statutarisch festgelegt. Für diese Ziele* wollte er alle vorhandenen Körperschaften und Gemeinschaften, die ihre heiligsten Gefühle demselben Heiligtum des göttliehen Gesetzes weihen, für das er mit seinem Herzblut gekämpft, zu gemeinsamer Arbeit vereinigen. Jeder einzelne Jude jedoch, der nur immer sein Scherf lein ideeller und materieller Kraft zu dieser gemeinsamen Arbeit ernst und aufrichtig beitragen wollte, war ihm willkommen, und er begrüßte ihn als Mitträger und Mitarbeiter auf das freundschaftlichste. Nur mit Körperschaften, die auf einem

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