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Nahalat tsevi · 1936-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1936) · p. Seite 270

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 10-12 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 270 (sequence 16)
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zeit sich gegen den Zionismus wandten. In Wahrheit war das Gegenteil der Fall. Bei aller Ablehnung des Zionismus hat er niemals versäumt, darauf hinzuweisen, daß diese Ab 1 eh - nung keineswegs gleichbedeutend sei mit einer Abi eh nung von Erez Jisroel. Das ergibt sich in aller Klarheit aus einer im Jahre 1898 gefaßten Resolution des Orthodoxen Rabbiner-Verbandes, dessen Vorsitzender Rabbiner Dr. Breuer זצ״ל war. ״Es ist Pflicht der Orthodoxie, zu der religiösen Angelegenheit ersten Ranges, der Kolonisation Palästinas, tatkräftig Stellung zu nehmen und in dieser Beziehung selbständig durch eine Parallelaktion vorzugehen und dieselbe durch Unter- Stützung der heimischen Bevölkerung bei Koloniengründung zu betätigen. Diese Frage hat mit den religiösen Hoffnungen der messianischen Erlösung der Nation gar nichts zu tun. Wir halten uns dabei ohne jede Neuerung an unsere alte Tradition.“ Man bedenke, daß diese Erklärung bereits 14 Jahre vor der Gründung der Agudas Jisroel erfolgte. Aber auch späterhin hat Rabbiner Dr. Breuer immer und immer wieder betont, daß positive Aufbauarbeit in Erez Jisroel Aufgabe eines jeden thoratreuen Juden sei. So warnte er u. a. im Zusammenhang mit dem oben erwähnten Aufruf für Agudas Jisroel davor, ״daß der wahrhafte Jude und die wahrhafte Jüdin dem Kampf um die Reinheit des Heiligen Landes tatenlos fern bleibe und nur die erbärmliche Träne der Schwäche“ dafür übrig habe. (Belehrung und Mahnung, Band IV, Seite 32). An anderer Stelle fordert er: ״Mehr als je dürfte es in unserer Zeit auf Grund der bestehenden Verhältnisse heilige Pflicht sein, das Heilige Land mit recht vielen aufrichtig treuen Jehudim zu besiedeln, damit es nicht זדו zum Tummelplatz Gott und Thora höhnender, zügelloser Willkür werde, von der jenes Prophetenwort gilt: ותבאוותטמאו את ארצי ונחלתי שמתם לתועבה “. (Belehrung und Mahnung, Bd. 1, Seite 84). Als rabbinischer Kosulent der Pekidim und Amarkalim, als Comiiemitglied der früheren Palästinakommission der Freien Vereinigung, nahm er immer wieder Gelegenheit, sich praktisch mit Erez-Jisroel-Fragen zu beschäftigen. Einer seiner letzten Briefe, die er noch auf seinem Krankenlager diktierte, galt einer jüdisch-politischen Angelegenheit eines östlichen Kolel und war an dessen Vorsitzenden gerichtet mit der Mahnung, daß eine

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