Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 261 (sequence 7)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2551369-2551412-2551417--2326-2553850- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
261 ישיבה gebracht wurde, dem Familienkreise von R. Mosche Mainz ז״ל entstammte. Er hat diese Tatsache immer wie ein Symbol der Wieder anknüpfung des Gewordenen an das Gewesene empfunden, dabei aber immer mit strenger Gerechtigkeit sich vor Augen gehalten, daß ohne das Lebenswerk seines Vorgängers der Gedanke einer Frankfurter ישיבה niemals zu stolzer Blüte sich hätte entfalten können. Wie auf allen Gebieten seiner Wirksamkeit, auf der Kanzel sowohl wie in der Schule und im Beratungszimmer der Ge׳־ meindekörperschaft, so hat er auch bei der Gründung und Leitung seiner ישיבה seinem großen Vorgänger sich stets verbunden und verantwortlich gefühlt. — Und wenn ich mir die Begegnung ausmale, die in der Welt der Wahrheit zwischen unsereu beiden großen Rabbinen דל stattgefunden haben mag, dann denke ich an das Wort, das R. Jochanan b. Sakai in seiner Todesstunde sprach: הכינו כסא לחזקיהו מלך יהודה שבא Stellet einen Thron bereit für Chiskijahu, den König von Juda, der da kommt! Mit diesen Worten mag der große Begründer der Adaß Je&churun seinen Nachfolger begrüßt haben, als er einging zu ihm in die Ewigkeit. Denn wahrlich, wer hat die wahren Absichten und Ziele seines Vorgängers so tief und so innig erfaßt und durchschaut wie unser heimgegangener רב, der von Anbeginn seiner Wirksamkeit gleich Chiskijahu נעץ חרב על פתח בית המדרש im Lernen und Lehren der תורה das Fundament seines rabbinisehen Wirkens erblickte? ״Wirst du auch eine Jeschiwa dort halten können?“ Das war immer die erste Frage, die Rabbiner Hirsch an seinen Schwiegersohn richtete, sooft er in jungen Jahren die Berufung einer Gemeinde erhielt, die ihn zu ihrem Raw erwählen wollte. Er konnte sich seinen Schwiegersohn immer nur als תופס ישיבה vorstellen, der in restloser Hingabe an למוד התורה den Sinn seines Lebens sich erfüllen sieht. Und wir, seine תלמידים, wir waren Zeugen dieser Hingabe, wir hatten das Glück und die זכיה, aus nächster Nähe zu beobachten, wie er gelernt hat, mit welchem הסירות הנפש er gelernt hat. Mit einer geradezu qualvollen Hingabe, mit einer aufreibenden, sich selbst verzehrenden Gründlichkeit hat er in רש׳ י ,גמרא und תוספות jeden Satz und jedes Wort förmlich abgetastet und aufgewühlt, um auch das letzte, was sie verbergen, aus ihnen herauszuholen und ans Licht zu fördern. Und wie konnte er sich freuen, wie jubelte und jauchzte er, in welch überschwenglichen Hyperbeln pflegte er sich zu ergehen, wenn’s ihm gelang, לאמיתה של תורה