Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 7-9 (April 1936)
- Date
- 1936-04-01
- Page
- Seite 224 (sequence 34)
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von Prophetenwort, heimatlichen Boden betritt: aus Blütenpracht und Fruchtreichium, aus dem Lärm emporwachfender Städte tönt bange Schickfalsfrage: kommen die Kinder des Gottesvolks, für deren Empfang diefes hartgeprüfte Land in Feftesgewand Geh hüllt? Wehe, wenn Ge ausbleiben! Dann hat diefes Land zu früh geblüht und muh aufs neue in Öde verGnken, um fpäter Erlöfung entgegen zu harren. Propheten aber ftrecken euch befchwörend die Hände entgegen: habt Mitleid mit eurem heimatlichen Boden! — Land und Volk — die Blüte des einen bedingt durch die Blüte des andern. ״Aller Fruchtreichtum des Landes muh den Geretteten Israels zur Hoheit und Würde gereichen״, muh Zeugnis davon ablegen, zu welcher Stufe Gttlicher Gröhe uud Lebensheiligung er diefem Volke verhilfi, dann aber muh jüdifches Volk ״Gottes Pflanzung, zur Schöne und zur Herrlichkeit" erftanden fein (Jef. 4): laffet euch von Gott einpflenzen in den Boden feines Heiligtums, wenn ihr die Blüte erfehnet eurem Lande. Das Land in Gefahr! Und würden alles wegfehwemmende Wogen ihre Fluten über das Land ergiehen, einzig mögliche, aber auch Gchere Rettung winkt diefem Lande nur im Zeichen von עמנו א! (Jef. 8) Gefchichtliche Erfahrung bezeugt die Wahrheit diefes Prophetenwortes. Dürft ihr fprechen: ״mit uns iß Gott", dann dürft ihr voll Vertrauen die Zukunft diefes Landes eurem Gotte anheimgeben. In den Toren eurer Städte aber fteht wieder der Prophet (Jer. 17) und eifert für Gottes heiligen Schabbos, deffen Heiligung allein euer Land vor Gcherem Untergang hätte retten können - und auch heute reiten kann: ״Höret ihr aber nicht auf mich, den Schabbostaa zu heiligen, nicht tragend einzugehen in die Tore Jerufcholaims, dann entfache ich Feuer in feinen Toren, und es verzehrt die Paläfte Jerufcholaims, und nichts vermag den Brand zu löfchen." ״Siehe, ich bringe Unglück, vor deffen Kunde jedem die Ohren gellen - weil Ge mich verlaßen und diefe Stätte ihrer Beftimmung entfremdet haben - fremden Göttern geräuchert, Höhen dem Baal erbaut — alle Pläne Judas laffe ich kläglich Geh entleeren, durchs Schwert Ge umkommen - und diefe Stadt mache ich zum Gegenfiand des Entfetzens und des Gefpötts — — " (Jer. 19) Hat Gottes warnende Strafandrohung, in Gottes Thora niedergelegt, von feinen Propheten unabläfGg gekündet, gelogen? — Damals hatte der Prophet (Jer. 36) die Unheil kündende Megilla vor dem König und den verfammelten Groben verlefen, und wortlos, mit kaltem Hohn hatte der König Ge zerrißen und die