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Nahalat tsevi · 1936-04-01 · Heft 7-9 (April 1936) · p. Seite 210

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 7-9 (April 1936)
Date
1936-04-01
Page
Seite 210 (sequence 20)
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210 wie wir uns bemühen, sie zu verstehen? Wir verstehen ja den Zionismus. Das Golus hat zu lange gedauert, und man war Gott fremd geworden und der Tauroh fremd geworden. Wir verstehen ja den Zionismus. Warum verstehen so viele Zionisten - nicht alle — aber warum verstehen so viele deutsche Zionisteil nicht uns?Warum hören sie nicht auf, uns mit dem Schimpfwort des Separatismus zu belegen, wo wir nichts anderes kenneu als Einheit und wo wir uns dessen absolut bewußt sind, daß von dieser Einheit nicht ein einziger Jude geschieden ist und geschieden sein darf, der von einer jüdischen Mutter geboren ist? Wir sind uns darüber klar, daß diesem jüdischen Volke in unauflösbarer Einheit zusammen mit Gott und seiner Thora alle von einer jüdischen Mutter geborenen Menschen gehören, ob sie wollen, ob sie nicht wollen. Es gibt so wenig ein Mittel, dieser Einheit zu entgehen, wie es ein Mittel gibt, der Natureinheit sich zu entziehen. In Bejahung oder Verneinung, in Gleichgültigkeit oder Bekämpfung, diese Einheit erstreckt sich über alle Juden, Orthodoxe, Gemeindeorthodoxe, Liberale, Zionisten, Revisionisten und wie der ganze bunte Chor der in Tausendfältigkeit auseinandergegangenen Juden lauten mag, über sie alle streckt die Thora ihren herrschenden Arm, streckt Gott seinen göttlichen Willen. Sie alle gehören uns. Nicht auf einen von ihnen können wir, dürfen wir, wollen wir verzichten. Und ob man diese Einheit bejaht oder nicht, unter allen Umständen äußert sich die Realität, die furchtbar ernste Realität dieser Einheit im Schicksal. Es hat in Deutschand Juden gegeben, die geglaubt haben, diese Einheit zerstören zu können, in sich ertöten zu können. Nmi denn, die von ihnen abgelehnte Einheit ist ihnen zum Schicksal geworden.!כי לא יטש ד את עמו Diese Einheit wird' von Gott nicht aufgegeben, und wir haben nur die W ahl: entweder wir bejahen unser Schicksal und arbeiten für es, oder wir verneinen unser Schicksal, und es wird uns zum Verhängnis. Wenn dies eine der wesentlichsten Grundlagen agudistisehen Denkens und Wollens ist, so ist die agudistische Qrganisation nichts anderes als Mittel zum Zweck. Wir sagten es schon, die Einheit hat den Verlust von Erez Jisroel überdauert. Diese Einheit in der Welt der Erscheinungen zur Darstellung zu bringen, soweit es eben im Galuth möglich ist, das ist die Aufgabe der Agudas Jisroel, und indem Agudas Jisroel ein sol-

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