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Nahalat tsevi · 1936-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1936) · p. Seite 175

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 4-6 (Januar 1936)
Date
1936-01-01
Page
Seite 175 (sequence 65)
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175 Es findet letzten Endes diese Bestimmung ihre Begründung wieder in der physischen Beschaffenheit der Frau. Mädchen und Frauen müßten des öfteren ihrer Natur Zwang antun, wenn sie zu diesem äußerst nerven-anstrengenden Studium angehalten würden. Viele würden es in ihrem Geiste nicht selten ganz unrichtig ordnen, fassen und so auch praktisch unrichtig betätigen. Es ist diese Ansicht von unseren Gesetzes-Dezisoren auch als maßgebend codifiziert. Daß aber hier von einer Minderbewertung der Frau im allgemeinen nicht im entferntesten die Rede sein kann, geht aus den ältesten Traditionen hervor, die lehren und deren Fazit auch codifiziert ist, daß die Frau, obgleich sie frei gestellt ist von der Pflicht, sich mit der Thoralehre zu beschäftigen, sich sogar ״Verdienste“ erwirbt, wenn sie sich dennoch damit befaßt. Sie darf, wenn sie dazu in der Lage ist und aus innerstem Thora-Wissensdrang ihrer Natur es zumuten will, mit dem Manne nach der Krone der Thora streben. Unsere klassische und mittelalterliche Geschichte hat bekannte Namen von Frauen aufzuweisen, die als Thoragrößen ein Ruhmesblatt in den jüdischen Annalen sich geschaffen. Seit unserer ״neuen“‘ Geschichte ist aber das Thora wissen der Männer sogar in den thoraliebenden Kreisen immer mehr abgeschwächt. Es ist heutzutage in vielen Kulturzentren so gering geworden, daß die Frage berechtigt erscheint, ob es nicht an der Zeit ist, daß jüdische Frauen überall, wo es not tut, aus freien Stücken sich, ohne sich um die Thorakrone bewerben zu wollen, ein Thorawissen aneignen, das ihrem eigensten Lebensgebiet, dem ehelichen Haus samt der Erziehung ihrer Kinder, einen neuen alt-jüdischen Glanz verleihen kann. Wie lautete es am Sinai? ״So sollst du sagen dem Hause Jacobs!“ Was sagt dazu die Tradition? ״Das Haus Jacobs sind die jüdischen Frauen.“ * \W Dem Andenken Dr. Ritters זצ״ל. Von B. Cohen. ♦ Am dritten Chanukkatage hauchte der Rotterdamer Raw, Dr. B. L. Ritter im Amfterdamer Krankenhaus feine reine Seele aus und wurde am fünften Tage Chanukka auf dem Friedhofe der Antwerpener Jereim, in deren Kreis er feine letzten: Lebens-

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