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Nahalat tsevi · 1935-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1935) · p. Seite 87

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1935)
Date
1935-10-01
Page
Seite 87 (sequence 89)
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67 Verheißung des רוח הקודש (irgendwie auch heute noch!) für den, der ״weife die Worte der Tauro wahrhaft in fich aufnimmt, fich täglich grämt und forgt um die Ehre des Heiligen, g. f. E., und um die Ehre Jißroeils, und der mit unftillbarer Sehnfucht nach der Ehre J’rufcholajims ausfchaui und nach dem Heiligtum und nach dem erlöfenden Heil, daß es bald auffprieße in unteren Tagen, und nach der Sammlung der Heimatlofen".2 Diefe Berufung warnt aber auch vor golußmüder Ungeduld3 und mahnt, jede Gegenwart ganz ernft zunehmen und den Zweck und Erfolg auch des fcheinbar zukunftslofeften alltäglichen Pflichtendienftes ganz und gar der oberften Führung Göttkönigs zu überlaffen.4 Goluß zerfplittert, macht unftet und ftellt jeden auf fich allein. Wer heute noch im Schoße einer foliden, ideal geleiteten Gemeinfchaft wohnt und jüdifch-politifch beftens umhegt und verforgt ift, kann morgen fchon gezwungen fein, wie ein Poften auf einfamer Wache fich allein mit anderen auseinanderzufetzen. Die Anderen warten auch gar nicht, bis man zu ihnen kommt, am wenigften heute bei der ratend wachfenden Kommunikation aller mit allen kraft der enormen Entwicklung des Verkehrs, des Nachrichtenwefens und, damit zufammenhängend, des Organifierens. Und bei allem, was in Bild oder Schrift, in Wort oder Tat auf dich ftößt. mußt du doch wiffen, wie du demgegenüber richtig zu denken, zu fühlen und zu handeln haft. Ganz befonders unter uns. Da mußt du zuerft wiffen, Dinge und Menfchen nach gottesftaatlicher Gerechtigkeit zu beurteilen. Manches fogenannte Gleichgültige fchwillt dabei zu beängftigender Wichtigkeit an: z. B. ein charakterlofes, weil unfere goltesvolkliche Art verleugnendes und fich dennoch jüdifch oder israelitifch nennendes Blatt oder Buch, zumal ein gemütliches oder geiftvolles,5 ift ebenfowenig harmlos wie ein gleichgearteter Repräfeniant oder Funktionär einer Reform, befonders wenn er fich Lehrer oder Rabbiner nennt oder mit fonft fchönen Titeln imponiert.6 — Manche aufgeblafene Senfation fchrumpft zu einer hohlen Null: nichts wird fpöttifcher und 2 Eil. r. IV (J’sch. 63 ״). 3 K’ß. 111a ושלא ידחקו; — Mal. 314. 4 V 7 11,!2; Ssanh. 98a (T’h. 957); Mid. r. zu Kauh. 98• 5 A. Ch. 307 16. 6 s. o. K. 28 Anm. 32 u. 41. Ferner: T’h. 15 4 (Ssanh. 47 a 'חזקי, B’r. 10b הודו לו); Ch. M. 8, 272 10, ״ (Misch. 8 13 — P’ß. 113b; Ssanh. 38 b דע מה שתשיב; Aw. s. 27 b תוריד, לא; Ramb. 115 עיז; Chof. Ch. II 9 17 במיח; Misch. 25 8 Jalk. לא תשא.

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