Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 84 (sequence 86)
- Belongs to
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64 Thema in überaus überzeugender Weise auseinandersetzt. Er gibt Wege an, wie man die hebräische Sprache zu einer modernen erweitern kann, gleichzeitig aber diese Entwicklung im Sinne des loschaun hakaudesch, des Heiligkeitscharakter des Hebräischen zu beeinflussen in der Lage sei. Die Ausführungen gipfeln in der Forderung nach einer orthodoxen hebräischen Sprachzentrale. Der reiche Inhalt des Buches läßt sich in Kürze nicht wiedergeben, es ist jedem Interessenten die Lektüre des Wollmannschen Buches aufs Wärmste zu empfehlen. * * * ״Vom Denken und Glauben unserer Zeit“. Betrachtungen anläßlich des Maimonides-Gedenkjahres, von Arie Wohlgemuth, 1935. Verlag des Israelit u. Hermon GmbH. Das Werk von Wohlgemuth enthält die Wiedergabe von Vorlesungen, die er in dem staatlichen jüdischen Fröblerinnen- Institut zu Riga gehalten hat. Sie zeigen in meisterhafter Weise die Möglichkeit, die Gedankengänge unseres Heiligtums in Kreise hineinzutragen, die bisher diesen Anschauungen fremd gegenüberstanden. Das Büchlein verdient weiteste Verbreitung, besonders da, wo es gilt, dem Sehnen der reiferen Jugend nach jüdischer Bildung konkreten Inhalt zu geben. Chronik. Durch Berufung von Oberrabbiner Amiel, Antwerpen, als Nachfolger von Rabbiner Aronsohn, Tel-Aviv, ist eine Person־ lichkeit auf diesen außerordentlich wichtigen Posten berufen worden, die sich zwar innerhalb des Misrachi befindet, aber keineswegs die offizielle Politik des Misrachi mitmachte. Äußerst aufschlußreich hierüber ist eine Rede, die Rabbiner Amiel auf dem Kongreß in Luzern hielt und die wir auszugsweise wieder־ geben. Es handelt sich um die Kulturdebatte und speziell die Pflege des Hebräischen: ״Der Zionismus beruht nicht auf der Seele des Volkes; denn die Thora ist nicht nur unsere Religion, sondern auch unsere Geschichte, unsere Volksseele, unser Rückgrat. Und zu allen Zeiten unserer Geschichte war unsere Literatur auf dieser Seele aufgebaut. Wenn Ihr aber diese Seele in Stücke reißt, nehmt Ihr uns auch die Geschichte. Man kann nicht den Geist unserer Geschichte erfassen, ohne das hohe Ideal des Gottes