Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 83 (sequence 85)
- Belongs to
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65 Inhalt an Fragea rührt, die außerordentlich lebensnahe sind. Daß die Berufsumschiehtung der jüdischen Jugend in Arbeit und Handwerk den im Talmud Orientierten kein Novum ist, sondern den Prinzipien entspricht, die von den Großen unseres Volkes uns seit zwei Jahrtausenden vorgezeichnet wurden, hat der verewigte Verlasser in lichtvoller Weise dargetan. Das Buch sollte in allen Hachscharastellen und darüber hinaus der gesamten jüdischen Jugend in Deutschland, die sich heute gezwungen lühlt, umznschichten, in die Hand gegeben werden, um ihr das Gefühl zu nehmen, einem äußeren Zwange Felge zu leisten, und dafür sie davon zu überzeugen, daß sie im Grunde genommen nur einer altjüdischen Forderung Folge leistet. * * * Landwirtschaft und Thora, von M. Ascher, Fiba-Verlag, Wien 1985. Während das Buch von Dr. Meyer die Einstellung zum Handwerk zum Inhalt hat, erscheint gleichzeitig von dem bekannten Pädagogen Dr. Ascher im Fiba-Verlag eine ausgezeichnete Darstellung der Beziehungen zwischen Tora und Landwirtschaft, welche weit mehr hält, als der Titel verspricht. Wer irgendwie apologetische Literatur sucht, sollte an Aschers Werk nicht vorbei gehen. Eine reiche Fülle wertvollster Anregungen knüpft der Verfassei an das Hauptthema seines Buches an, welches vielfach Berührungspunkte mit Nathan Birnbaums Ruf ״Zurück zur Scholle14 aufweist. Am Schluß gibt der Verfasser einen systematischen Lehrplan einer jüdischen landwirtschaftlichen Schule, welcher in seiner Reichhaltigkeit vielleicht etwas zu viel Theoretisches enthält, während bei den jüdischen Disziplinen das eine oder andere zu kurz kommt. Im ganzen dürfte aber hier für die berufenen Stellen außerordentlieh wertvolles Material zu finden sein. * * * Die hebräische Sprache und das gesetzestreue Judentum von Pinchas Wollmann, Frankfurt a. M., Übersetzung aus dem hebräischen Original, Verlag des Israelit u. Hermon GmbH. 1935. Zu den Unterlassungssünden der Orthodoxie sowohl in Westals auch Osteuropa gehört es unstreitig, daß sie es versäumt hatte, rechtzeitig mit den Problemen auseinanderzusetzen, welche sich für ihre Gedankenwelt aus den heute so populär gewordenen Studium und Pflege des Neuhebräischen ergibt. Es ist daher außerordentlich zu begrüßen, daß Pinchas Wollmann in seinem Werke, das deutsch und hebräisch erschienen ist, sich mit diesem