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Nahalat tsevi · 1935-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1935) · p. Seite 70

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1935)
Date
1935-10-01
Page
Seite 70 (sequence 72)
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16 Wenn man es der Verblendung zionistischer Schriftsteller schon hingeheu lassen muß, so sollte man doch wenigstens in unseren eigenen Kreisen endlich Schluß machen mit der Fabel, die aus Hirschs gewaltiger Gedankenarbeit nur einen mehr oder weniger gelungenen Appendix irgend eines vom Meister ״verherrlichten“ außerjüdischen Kulturkreises machen möchte. Das auch in der Schiller-Rede zitierte Psalmwort: ולציון יאמר איש ואיש יולד בה ״Aber von Zion kann man sagen: Jeder ist da geboren, und Er, der Höchste, erhält es in solcher Stellung5 ,87) ״. s. Komm.) bildet für den Meister den Schlüssel für jene angebliche ״Verherrlichung“, mit der die heutige Generation nichts mehr zu tun haben will. Hirsch sah eben in jeder dem Thorageiste adäquaten Äußerung aus welchem menschlichen Munde immer einen Frühlingsboten des früher oder später anbrechenden Gottesreiches, wie auch schon der Talmud von חסידי אומות העולם den ״Frommen der Völker der Welt״ zu sagen weiß! b) Rabb. Hirschs System soll purer Rationalismus sein! Da widerspricht sich Dr. M. selber. Wir verweisen auf seinen in diesen Blättern (III, S. 84) erschienenen Artikel: ״Rabbiner Hirsch als Rationalist der Kabbala“. Da schreibt M. u. a. ״Denn mochte sich Rabb. Hirsch auch selber (in den 19 Briefen) als ״Uneingeweihter“ bezeichnen und war auch seine Ge iankenricbtung von derjenigen der Kabbala gewiß weitgehend diffeiierend, so liefert die weiterhin aufgezeigte Tatsache ihrer Ideen Kongruenz nur den klassischen Beweis dafür, wie jede vom Urquell wahrhaft jüdischen Geistes ausgehende Forschungsmethode letzten Endes und notwendig in das gleiche Tor der einzig-unvergänglichen Wahrheit einmünden muß.“ (S. 86.) Da kann man doch nicht H. so ohne weiteres in Bausch und Bogen zu den ״Rationalisten“ werfen! Den Mann, der die Worte niedergescbrieben: ״Keine Kluft ist zwischen der physischen Natur und der sittlichen Welt und Bestimmung des Menschen. In die sichtbare physische Welt hinein hat Gott den Sabbat als ihr Ziel und Vollendung gesetzt. ״Adamah“, Boden und Bereich des gottebenbildlichen, die Welt nach Seinem Willen sittlich verwaltenden Menschen zu sein, ist die Bestimmung der Erdwelt; ihm, dem ״Adam“ ist sie wie die Gattin dem Gatten angetraut; die ganze physische Welt jauchzt auf und blüht mit der sittlich heiteren Blüte des Menschengeschlechtes, sie trauert und weint, wenn das Menschengeschlecht sittlich welk wird und entartet. Das ist eine Wahrheit, die durch das ganze Gotteswort bis zum letzten

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