Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 60 (sequence 62)
- Belongs to
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all diejenigen kehren, die da glauben, sich gesetzestreu nenneii zu dürfen, wiewohl sie Zedäkah und Mischpat Hohn sprechen. 2. H. P. A. J. glaubt nicht an eherne Wirtschaftsgesetze. H. P. A. J. erachtet die Wirtschaft als das Gebiet menschlicher Willensbetätigung. H. P. A. J. glaubt im Geist der Thora an die Freiheit des Menschenwillens, an seine Fähigkeit zu eherner Güte wie zu eherner Schlechtigkeit. H. P. A. J. glaubt im Geist der Thora an die Erziehbarkeit des Menschenwillens zu sozialer Gerechtigkeeit. 3. H. P. A. J. erachtet das soziale Problem nur lösbar, wenn die Freiheit des Menschenwillens den in der Thora geoffenbarten Willen des Gottes der Wirtschaft und der sozialen Gerechtigkeit in sich aufnimmt. Nicht das Recht der Menschen, sondern nur das geoffenbarte Recht Gottes kann den sozialen Frieden bringen. 4. H. P. A. J. fordert von den Thorafürsten des jüdischen Volkes, daß sie sich zu Wortführern des Sozialismus der Thora machen, daß sie laut und öffentlich namens der Thora gegen die Profitgier des Kapitalismus, gegen die Vergötzung des Geldes, gegen den kapitalistischen Beruf als Lebensselbstzweck, gegen die fürchterliche Ruhe der Wohlhabenden im Angesicht des Elends ihrer Brüder, gegen Bedrückung und Ausbeutung in all ihren abscheulichen Erscheinungsformen, gegen die Schmach des konjunkturhaft errafften und verantwortungslos verwalteten Reichtums Front machen, daß sie als Leitsatz für den von der Vorsehung in jüdische Hände gelegten Aufbau des Landes das soziale Grundgesetz der Thora verkünden: ״Das Leben deines Bruders sei mit dir verknüpft!“ und daß sie aus diesem Leitsatz die daraus für die Bildung eines Minhag Hamakom sich ergebenden Folgerungen in einer Weise entwickeln, die den Geist der Schemita und des Jobei und des Zinsrechts im jüdischen Volke des werdenden E. J. neu erstehen läßt. Wer die Wirtschaft ändern will, muß die Menschen ändern. 5. H. P. A. J. kennt nur einen Lebenskampf: den Kampf für die Thora. H. P. A. J. lehnt den Klassenkampf ab und setzt an seine Stelle den Kampf um die Herrschaft der Thora über den Unternehmer und den Arbeiter. Das soziale Recht der Thora verbindet Unternehmer und Arbeiter und zwingt sie beide. II. P. A. J, fordert, daß die Interessengegensätze zwischen Unternehmer und Arbeiter durch Schiedsgerichte ausgeglichen werden, die nach dem Geist der Thora entscheiden. H. P. A. J. fordert, daß Un-