Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 43 (sequence 45)
- Belongs to
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.Handlung" im rechtlichen Sinne dar, sondern ein rein faktifches Tätig werden. Mithin ergibt sich, dak es einer besonderen Konstruktion des S’chioh-Vorgangs gar nicht bedarf. Es handelt sich hier vielmehr um eine blöke Auswirkung des allgemeinen Prinzips, wonach bei einem Kinjan, der dem Erwerber lediglich rechtliche Vorteile bringt, der Übertragungswille des Veräukerers ausreicht und die Mitwirkung einer weiteren Person nur insoweit überhaupt nötig ist, als durch die Zulassung eines von einem Dritten vorgenommenen Erwerbsaktes der Aufgabewille des bisherigen Eigentümers zum Ausdruck kommt. Demnach ist es rechtlich unerheblich, ob der Erwerber selbst oder - wie im Falle dor S’chioh - eine andere Person die Kinjan-Tätigkeit vollzieht, nur muk es sich dabei stets um eine Person handeln, die zur Hervorbringung rechtlicher Wirkungen überhaupt qualifiziert ist (vgl. oben S. 35 2. Absatz). - Die vorstehend behandelte Streitfrage üher das Wesen der S’chioh, d. h. des Rechtserwerbs durch einen unbeauftragten Gefchäftsführer, ist keineswegs nur von begrifflich-konstruktiver Bedeutung; sie zeitigt vielmehr auch eine Reihe praktifcher Folgerungen für das Rechtsleben, z. B. in Bezug auf die Behandlung Minderjähriger, auf die Mobiliarpfändung durch unbeauftragte Gläubigervertreter, auf Sonderfälle bei der Übergabe von Scheide- oder Freilassungsbriefen sowie andere umstrittene Fragen des biblifch-talmudifchen Rechtes. Die Erörterung dieser praktifchen Rechtsfragen im einzelnen würde jedoch über den Rahmen der vorliegenden Arbeit, die sich lediglich die Klärung des begrifflichen Problems zur Aufgabe setzt, weit hinausführen. Wege zum Judentum in der Gegenwart. Von Rabb. Dr. Elie M unk- Ansbach. (Aus einem in der Agudas-Jisroel Frankfurt a. M. am 24. 11. 1935 gehaltenen Vortrag). Noch nie, seit unsere Generation lebt, war die Stunde so günstig wie die jetzige, um das Banner der Thora zu erheben und den Kampf um Gott siegreich aufzunehmen. Die entfremdeten Söhne unseres Volkes sehnen sich zum Judentum zurück, sie suchen mit ernstem Eifer den Weg zum Wissen der Thora, zur einzig-wahren, unverfälschten und unverkürzten jüdischen