Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 11-12 (August 1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 342 (sequence 52)
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342 zudem wirklich, den agudistischen Poal ganz und gar mit dem Idealbild des kommenden Gottesstaates zu erfüllen und ihn als seinen echtesten Ponier zu gewinnen, so ergibt sich daraus von selbst, daß der agudistische Poel weit über die Grenzen seiner Landsmannschaft hinaus eine Bedeutung hat, die zur Bildung eines Weltverbandes agudistischer Poalim geradezu drängt und damit den Zusammenhang zwischen Poalim und Weltexekutive noch weiter verstärkt. VIII. Nach einer sofortigen Reform schreit das Mißverhältnis zwischen Poalim und Zeirim, das bezeichnenderweise nicht nur in Polen, sondern auch in Erez Jissroel besteht. Nicht eine Stunde dürfte meines Erachtens Landesorganisation und Weltexekutive angesichts dieses Mißverhältnisses untätig bleiben. Es bildet eine Gefahr für beide Gruppen. Eine Skizze der seelischen Grundhaltung beider Gruppen ist oben versucht worden. Es ist oben bereits gesagt worden, daß die Poalim die Bausteine, die Zeirim den Mörtel für den Aufbau des Volkes der Thora bedeuten. Damit ist bereits zum Ausdruck gebracht, daß sie beide — unentbehrlich sind. Vom Standpunkt des Agudismus sind sie nur funktionell geschieden. Weder Konkurrenz noch sonst ein Gegensatz dürfte zwischen ihnen bestehen. Sie zu fusionieren, ist unmöglich. Wir brauchen eine wahre und echte Arbeiterorganisation. Wir brauchen auch eine Organisation derer, die an der Galuthfestung der Thora Wache stehen sollen. Eine Fusion würde die funktionelle Verschiedenheit völlig verwischen und aus dem Poel einen minderwertigen Zai'r, aus dem Za'ir einen minderwertigen Poel machen. Nur bürokratische Verwaltungsbequemlichkeit könnte einer Fusion das Wort sprechen. Unmöglich ist auch, etwa alle geistigen Aufgaben, auch soweit sie die Poalim angehen, der Organisation der Zeirim zu übertragen und aus der Organisation der Poalim eine Art von Gewerkschaft zu machen. Ein solcher Versuch würde das Wesen der Poalim- Organisation völlig verkennen. Gerade als Poel will und soll der Poel nach Geistigkeit streben und einen neuen jüdischen Typus heraussteilen, der aus einem Guß ist. Er soll die Thora und die Awoda nicht nur mit einem Bindestrich versehen, sondern Thora und Awoda sollen ihm zu einer Einheit werden, die ihn selbst zuni Arbeiter der Thoia macht. Die nämliche Organisation, die seine wirtschaftlichen Interessen namens des Rechts und der Gerechtigkeit