Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 11-12 (August 1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 340 (sequence 50)
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340 fähige Agudisten, müssen die Stimme des Arbeiter-Agudismus in alle Ortsgruppen tragen. Unnützer, kräfteraubender Streit, muß mit höchstem Nachdruck, wenn es not tut, durch die obersten Instanzen bis inseine letzten Wurzeln ausgerottet werden. Landes־־ zentrale und auch die Weltexekutive müssen helfend mitwirken. VII. Auch die Landeszentrale und die Weltexekutive stellt die Landeskonferenz vor schwere Aufgaben. Die Aguda steht nicht im Dienst eines einzelnen Standes und seiner besonderen Interessen. Das Gesamtinteresse des Volkes der Thora bestimmt ihre Handlungen und der Organismus des gesamten Volkes der Thora ist ihr Ziel. Hier wie dort sind ihr Recht und Gerechtigkeit der Thora oberste Wegweiser. Es wäre verhängnisvoll für die ganze agudistische Entwicklung, wenn es sich etwa allmählich herausstellte, daß die allgemeine Landes־ Organisation die Interessen der ״Bürgerlichen״, die Organisation der Poalim dagegen die Interessen der ״Deklassierten״ in vollendeter Einseitigkeit und Gegensätzlichkeit vertreten. In erster Reihe muß vielmehr bei allen praktischen Fragen politischer oder wirtschaftlicher Art, zu denen die Aguda Stellung zu nehmen hat, die Feststellung getroffen werden, ob nicht Recht und Gerechtigkeit der Thora, ob nicht der Daath Thora eine Richtschnur gibt, die für beide Organisationen maßgebend zu sein hat. Es wird sich hier nicht einfach um den ״trockenen Din“ handeln können, viel־ mehr wird im Sinne des Agudismus darüber hinaus erwogen werden müssen, was am ehesten dem Idealbild der Thora nahe kommt, und was am ehesten dem jüdischen Volksganzen frommt. Der AguÜismus wird nicht billigen können, daß die Beziehungen der jüdischen Volksteile zu einander lediglich auf das , strenge Recht״ gestellt werden. Schon einmal sind daran Zion und Jeruschalajim zu Grunde gegangen. — Es werden daher Landesorganisation und Organisation der Poalim zunächst in allen wichtigeren Fragen ökonomischer oder politischer Art eine Verständigung nach den Weisungen der Thora im skizzierten Sinne zu erstreben haben. Nur wenn sich selbst hierbei eindeutige und beide Teile bindende Entscheide nicht erzielen lassen — in wichtigeren Angelegenheiten dürfte dies nur selten der Fall sein! — mag jedem Teil die Freiheit des Handelns überlassen werden. Die Landesorganisation muß der Organisation der Poalim jede nur irgend mögliche Förderung zuteil werden lassen! Zwischen