Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 11-12 (August 1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 316 (sequence 26)
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316 M. behauptet S. 87, daß der Ture fiben zu Meg. 10 andeutet, ״daß der Tana R. Elieser der Große die vereinzelte Angabe des R. Levi nicht angenommen hat, daß Amoz und Amazia Brüder gewesen״. In Wirklichkeit aber ״fragt“ der Ture Eben von R. EL d. Gr. (Sukka 28) auf R. L. und versucht den Widerspruch beider Meinungen zu lösen. Wie es mit einer diesbezüglichen daselbst behaupteten Andeutung des Ari steht, kann ich leider wegen der fehlenden Quellenangabe nicht nachprüfen. Ich nehme an, daß M. sein Buch weder bloß für solche Leute geschrieben hat, die alles auswendig beherrschen, noch nur für solche, die keine Möglichkeit der Nachprüfung haben. Dr. K. Kahan. Die Entstehung der Judenassimilation und deren Ideologie. Von Jakob Katz. (Fortsetzung.) Das Verhältnis zwischen Juden und ihrer Umwelt. Im vorigen Kapitel versuchten wir die geschichtliche Lage der Juden in der vorassimilatorischen Epoche zu schildern. Dabei kam es nicht darauf an, den historischen Ablauf eines Geschehens zu beschreiben, — das ist für die fragliche Zeit des öfteren geschehen — sondern darauf, diejenigen Umstände herauszustellen, die das Verhältnis der Juden zu ihrer Umwelt bestimmen mußten. Dieses Kapitel soll nun dieses Verhältnis näher umschreiben. Die wichtigste Frage in diesem Zusammenhänge ist, in weleher Eigenschaft begegnete der Nichtjude dejn Juden. In den allermeisten Fällen treffen sich Jude und Nichtjude im Wirtschaftsleben, wo der Jude als außerzünftiger Kaufmann, Geld- Verleiher, Hausierer und in der letzten Phase der vorassimilatorischen Zeit als Fabrikant eine gewisse Rolle spielt.43) Neben der wirtschaftlichen Begegnungsform kommt nur noch eine Begegnung im Lehrer-Schülerverhältnis, oder im Arzt-Patient-Verhältnis vor — beide natürlich viel seltener, als die Wirtschaftliehe. Aus dem 17. Jahrhundert wissen wir von verschiedenen Fällen, in denen einzelne Juden von Nichtjuden in profanen Wissensfächern unterrichtet wurden und umgekehrt, in denen Juden christliche Theologen im Hebräisch unterwiesen.44) Ebenso 43) Werner Sombart, a. a. O. S. 132 ff. S. Stern a. a. O. Kap. IX. 44) Karpeles, a. a. O. Bd II, S. 362 ff.