Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 11-12 (August 1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 311 (sequence 21)
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511 zwischen der Jugend und uns, zwischen den Orthodoxen und den Freigeistern.“ Und der danach sprach, der Misraehist, Rabbiner Meir Berlin, widersprach er diesem furchtbaren Wort? Stellte er es richtig? Er tat es nicht. So will ich es denn hier tun, da der Heimgegangene sich seiner — Freunde nicht mehr wehren kann. Ich habe die gleiche Aeußerung von ihm gehört. Daß eine Scheidewand zwischen Orthodoxen und Freigeistern nicht bestehe: nie wollte er solches sagen. Ein Bruchstück nur war es seiner Theodizee: auch der Freigeister bedient sich Gott, bauend an Jeruscholajim.- Nun steht er im Angesicht des Lenkers der Geschichte, der allein das zu vollbringen vermag, wessen er sich unterfing. Um die Marcus'sche Chronologie. Von B. Cohen. Im Nach’lath Z’wi V 9/10 S. 273 ff. nimmt Herr Dr. K. Kahan Anstoß daran, daß A. Marcus in seiner jüd. Chronologie die Zahlenangabe 480 des Königsbuchs für die Zeit vom Auszug aus Ägypten bis zum Tempelbau als eine ״symbolische“ Zahl ansieht, die wir nicht wörtlich nehmen müßten. Aut S. 16 seiner Chronologie gesteht Marcus, wie unangenehm ihm dieser Zwang sei und daß er ihm nur folge, um die Fakten des pentateuchischen Berichtes logisch-historisch zu plazieren. Diesem Ziele ordnet M., — m. E. mit vollem Recht, — die Dignität der salomonischen Prophetie völlig unter und beruft sich dafür auf Seb. 62 und ähnliche Belege. Marcus scheint auch nicht anzunehmen, daß, wie Dr. K. S. 276 es ausdrückt, der Verfasser des Königsbuches trotz seines?"רוה Daten nicht gekannt oder symbolische Jahreszahlen aus ägyptischer Quelle übernommen habe, sondern der Meinung zu sein; daß die Zahl 480 des KöDigsbuchs ebensosehr einer abweichenden Auslegung bedarf, wie die Zahl 430 des Exodus für die Knechtschaftsdauer. Eine solche Auslegung müßte aber gerade Herr Dr. K. als dogmatisch zulässig anerkennen, da er ja selber den agadischen Charakter geschichtlicher Angaben der Zahlen des R. Joße b. Chal. im Seder Olam zugesteht. Weshalb sollte in der Thora und in den Tannal'mWorten eine solche Deutung zulässig, — in den dazwischen liegenden Prophetenberichten des Königsbuchs aber auszuschließen sein? Das ist nicht einzusehen. Marcus gesteht dem Seder Olam mit der einen die Perserzeit betreffenden Ausnahme eine höhere Verläßlichkeit zu als Herr Dr. K. Daß, wie Herr Dr. K. sagt, ״die Unantastbarkeit der Endsumme nicht größer als die der Einzelzahlen“ sei, — lehrte auch Dr. D. Hoffmann und betrachtete die übliche Gittin-Datierung nur als durch das höchst subjetive .למניין שאנו מרנין פד salviert. Dennoch ist auch dieser Ausweg ein schwer verständlicher. Unser ganzer bewährter Kalender mit seinem Moladsystem beruht auf dieser Zahl, und man müßte einen ganzen Berg von Fiktionen auftürmen