Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1935)
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 285 (sequence 59)
- Belongs to
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255 gemeint ist. Ich habe lediglich behauptet, daß der Text außer halachischer Quelle noch etwas ist, nämlich der konzentrierte Niederschlag des Gesamtsinnes des Judentums, und sehe darin den Sinn des Pschat. Ein ähnlicher — nicht derselbe — Gedanke wird von Dr. A. Klein (Rambam oder Maimonides in der Rosenheim-Festschrift; S. 217) als Meinung des Rambam betrachtet. Auch glaube ich, mit der dargestellten Auffassung der Meinung der (S. 207) genannten Vertreter des Pschat gerecht geworden zu sein. Wenn weiterhin die Schriftleitung feststellt, die Einheit des halachischen und agadischen Teiles des Pentateuch sei für Hirsch eine Selbstverständlichkeit gewesen, so hat sie unter ״Einheit*6 etwas anderes verstanden wie der Aufsatz von mir. Ich habe nachgewiesen, daß für Hirsch die halachischen Teile Gesetzesquelle sind, während die agadischen Teile Quelle jüdischer Welt- und Geschichtsanschauung sind. Eines möchte ich noch bemerken. Die drei wichtigsten lebenden Hirsch-Interpreten: אאמו״ר Rabb. Dr. Wolf, Jacob Rosenheim uüjd Dr. Isaac Breuer sind alle drei in einem Punkte über Hirsch hinausgegangen. Sie haben das Metaphysische, die beiden letzteren sogar die Kabbalah, in ihren Werken mehr hervorgehoben als Hirsch. (S. Wolf zu Schemoth 25, Rosenheim in den Reden zur Kenessiah Gedolah, Breuer im letzten Teil des Neuen Kusari). Warum es nun nicht erlaubt sein sollte, dieses Ueber- Hirsch-Hinausgehen in Auseinandersetzung mit Hirsch durchzuzuführen oder doch zu versuchen, ist mir unklar, zumal mein Versuch der Idee, die Thora aus sich heraus zu erklären, in höherer Konsequenz treu bleiben will, als es sonst geschieht. A. Wolf. Büdierbespr echung □פר בית הבחירה, על מס׳ תענית הלה שקלים תמיד ומדות, מבעל ד,.מאירי" Herr Oberrabbiner A. Schreiber in Gorizia (Italien) ist der jüdischen Öffentlichkeit bereits durch die Herausgabe des Meiri au! Tr. Sanhedrin aufs beste bekannt. Ihm schließt sich nunmehr ein weiterer Band aus dem Talmudkommentar dieses großen ״Rischon“ an. Der gelehrte Herausgeber darf des Dankes aller Kreise sicher sein, die es als einen Verlust ansehen, daß leider noch immer eine große Zahl der Werke unserer ganz Großen זציל