Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1935)
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 266 (sequence 40)
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266 unerfättlichem Verlangen nach תורה und דעת erfüllt. Deren griffige Erarbeitung ift höchfte Bildung; hödifter Anhand ift ihre Entfaltung im Seelifchen, daß (in radikaler Umkehrung der urtrieblichen Spannungsformel 52) P’rifchuß, zur קדושה auffteigend, die niederen, uririeblich-genußtüchtigen Gefühle des Leibes ausrodet und an ihrer Stelle die reinßen und erhabenften Gefühle der Sehnfucht nach dem Genuß von Gottes Nähe zur Blüte bringt, Aniwuß, nach reiner יראה ftrebend, eigene Geltung des Geiftes ausräumt vor Gottkönigs Geltung, Chaßiduß, dem רוח הקדש lieh bereit (teilend, hab- und machttüchtigen Eifer an der Welt wandelt in heißen, elijahufchen Eifer für Gottkönig.. 52 s. o. K. 16 Anm. 12. In der dort gegebenen Reihe bilden זריזות תורה)) u. זהירות) נקיות) gewissermaßen die Vorstufen zu den eigentlichen Stufenpaaren, nämlich פרישות) טהרה ,קדושה ||... וכו׳). (Die eingeklammerten Begriffe, die in Aw. s. stehen aber in j. Sch’k. fehlen, sind in den danebenstehenden offensichtlich mitenthalten). Die Legalität des גוי קדוש (s. o. K. 16, Anm. 11) zeigt sich in d. Erfüllung der חוקי׳ ומשפטי׳ an Leib, Geist u. Ding weit unter Überwindung von (entsprechend) כבוד ,תאוה u. קנאה. Diese Gesetzeserfüllung zerfällt (ganz allgemein) in die 2 Gruppen der Geu. Verböte (als das, was zu tun ist). Dann lehren die entsprechenden 2 Stufen זריזות (für Gebote) u. נקיות (für Verbote) das Wi e ihres Tuns. Sie sind damit zugleich die unerläßlichen Vorstufen für den weiteren Aufstieg z. ממל׳ כהני׳. (Das in j. Sch’k. als Quelle für זריזות u. נקיות angeführte וכלה מכפר III 1620 weist ja auch deutlich auf den Abschluß einer wesentliehen Vorstrecke hin.) Auch die drei nun folgenden Stufenpaare lehren nur ein Wie (im Gegens3tz etwa zu עבודה ,תורה u. ג״ח, die zusammenfassend das Was enthalten, [wiewohl im Übrigen ג*ח u. חסידות einander sehr nahestehen]). Trotz der zwischen den drei Stufenpaaren befindlichen Cäsuren ist insofern doch קדושה die Vorstufe zu ענוה, und יר״ח die Vorstufe zu חסידות, als erfolgreiche Arbeit am Geist erst nach Beherrschung des Leiblichen zu erwarten ist, und erfolgreiche Arbeit an der Welt erst nach Beherrschung des Geistes. Die letzten Stufen: תחה״מ (Leib!), יה ז״ל^ (Geist! — Mal. 3 24; תילן#ו) u.יום ה׳ (Welt! — ע״כ נקוה ... לתקן עולם בנמ״ש) zeigen endlich die Erfüllungen, welche die getreue Menschentat im vorwärtsstrebenden Gottkönigsdienst zu erwarten hat, vollendende Gewährungen von oben her für die Unvollkommenheit des Menschenmöglichen unten. (Wo aber die Emanzipation von Gottkönigs Gesetz zur Religion wird und mit der Verwerfung des Was auch die Stufenleiter des Wie verloren sieht, da sucht das pochende Gewissen der Selbstentjochten seine Ruhe im träumerischen Halbdunkel einer theurgischen Versenkung in die drei zukünftigen Erfüllungen und macht — ihnen entsprechend — ein bloßes Lieben Glauben und Hoffen, alle unbeschwert vom Dienst, zum beschwichtigenden Dogma.)