Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1935)
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 262 (sequence 36)
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262 wird — der Atem der Gemeinde. Und was des Weges Vergangenheit für die Dauer gezeitigt hat, das lebt fort in den Zeitzeugen von Schabbofe und Feften und Faßen, erzeugend das geichichtliche und zielftrebige Denken der Gemeinfchaft und das Wiffen um das hiftorifche Gefetz des Gottesftaatsvolkes.34 Wie wird da ״lebenfpendendes Wißen״ gepflegt! - Gottkönigs Wille ift Wißenfchaft des Lebens; gleichwie die ganze Natur nur durch den Dafeinsauftrag aus ״Gottes Mund״ exiftiert,35 fo weife fidi die jüdifche Gemeinde nur dann lebensfähig, wenn ihr und jedem einzelnen Gemeindegenoffen ״Gottes Mund" alles Tun und Laden löft und bindet.36 — Wie wird da der ״Gefellfchaftsbau" gepflegt! - Mann mit Weib, das ift die Krone der Schöpfung!37 Da ift die nach dem Gefetz Gottkönigs geftiftete, von dem Schöpfer aller Kreatur und des Gottesftaatsvolkes geheiligte Ehe nicht nur unantaftbare Zelle des leiblichen, fondern auch des feelifchen Volkstums, Keimling des Gottesftaates, der Sch’chinonähe38 - Wie wird da ״Rechtsfchutz״ gepflegt! - Gottesftaatliches Recht ift Wegbereiter und Leibwache der Sch'chino!39 Da ift Recht nicht Rechthaberei, nicht Werkzeug menfchlicher Einbildung und Willkür, fondern die huldigende Verwirklichung von Gottkönigs Wahrheit und Ehre. Jedes Urteil ״im Namen Gottkönigs!״ - Und in all dem lebt das weife Ergänzungsgefetz, das die Tauro felber im Hinblick auf (trieblich oder ausftattungsmäfeig bedingte) Notftände fiiftete, um den Entwicklungstendenzen entgegenzuwirken, die von ihr weg führen (und aus denen das Golufe flammt), und dafür die Tendenz der Entwicklung zu ihr hin zu fördern. Eine lebende Hecke40 umhegt rings das heilige, lebenfpendende Taurofeld und fchützt es vor verletzendem Betreten und pflichtwidrigem Verlaßen. Beweglich und ftark wächft fie in ihre jeweilige Aufgabe hinein, beweglich in der Hand der gottesflaatlich zuverläffigen Weifen jeder Notzeit (deren Pflege fie anvertraut ift),41 und ftark nur durch den freiwilligen Refpekt jedes einzelnen (nach- 34 A. Cb. 241 ff. 35 s. o. Kap. 2 Anm. 2, auch T’h. 147. 36 איסור והתר, Einl. z. Tur Ch. M. ע Einl. z. Tur E. H. 38 Ssauto 17 a, Kid. 70 b. 39 Einl. z. Tur Ch. M. (Sch’m. r. 303). 40 Ow. I 1; Chag. 3 b (Koh. 12!!). *1 V 178—״ u. Erkl.