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Nahalat tsevi · 1935-06-01 · Heft 9-10 (Juni 1935) · p. Seite 248

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 9-10 (Juni 1935)
Date
1935-06-01
Page
Seite 248 (sequence 22)
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246 müssen, wenn er auch sich gegen das Studium anderer Wissenschäften wendet. Mit frdl. Grüßen Ihr Rabb. Dr. Klein. Im Zusammenhang mit vorstehendem Gutachten geben wir folgendes uns zugegangene Schreiben des gesch. Verfassers bekannt. D. Schriftleitung. Sehr geehrte Redaktion! Sie hatten die Freundlichkeit mir mitzuteilen, daß Sie mein Schreiben an einen Rabbiner, das in meinem neuen Werke abgedruckt ist, in deutscher Übersetzung Ihren geschätzten Lesern vermitteln wollen. Gestatten Sie mir nun, noch einige Worte der Ergänzung zu dieser Frage, die mir sehr am Herzen liegt, hinzuzufügen. Ich habe im ״Israelit“ zu dieser Frage Stellung genommen, u. z. im zweiten Artikel der Serie: ״Als Juden wollen wir ihn lesen“, und da brachte der Israelit von ״geschätzter Seite“ eine Erwiderung. Diese ,,geschätzte Seite“ polemisierte gegen mich und wollte mir beweisen, daß Rabb. Hirsch זצ׳ל unter תורה עם דרך ארץ in der משנה gar nicht ״Bildung“ verstand, sondern nur den bürgerlichen Beruf, und verwies auf die Übersetzung in der תפלה. Die ״geschätzte Seite“ darf mir ruhig glauben, daß ich diese Stelle auch gesehen habe, doch ich habe auch andere Stellen in Hirsch gelesen, wo er ausdrücklich die משנה so erklärt, wie ich dies in seinem Namen wiedergegeben habe. Vielleicht liest die ״geschätzte Seite“ einmal die ״offene Antwort an Bamberger“ nach, die in den ״Gesammelten Schriften“ Bd. IV abgedruckt ist, und vergleicht dort S. 362. Ich könnte noch unzählige Stellen anführen. Aber darauf kommt es wirklich nicht an. Wer Hirsch kennt, weiß, daß er unter דרך ארץ wirklich יפיפותו של יפת verstanden hat. Doch auch von Hirsch abgesehen, frage ich alle Gegner dieser im Hirschischen Geiste verstandenen Devise, ob sie wirklich glauben, daß es im Sinne der תורה sei, daß wenn ein יהודי einen Arzt benötigt, er zum Araber gehen müsse, daß wenn ein יהודי ein Haus bauen will, er zum nichtjüdischen Architekten gehen müsse, daß wenn er eine Arznei benötigt, er zum arabischen Apotheker gehen müsse? Glauben Sie wirklich, daß הקכ״ה sich das עם חכם ונכון so vorgestellt hat? Ich glaube es nicht und werde es niemals als wahr hinnehmen. Wer historisch denkt, weiß, daß die ganzen gegnerischen Gedankengänge eine Frucht des geistigen גלות sind. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht, die aber

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