Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1935)
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 247 (sequence 21)
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247 ich maße mir nicht an, über diese großen Männer zu urteilen, die ihr ganzes Leben für die Erhaltung der Thora eingesetzt haben, allein ich möchte nur bemerken, daß der Gaon unserer Epoche, der חתם סופר sicherlich recht hat, wenn er sagt, daß man im Galuth gar nicht die Möglichkeit hat, die Thora in ihrer Totalität zu erfüllen. Und dies ist der wahre Sinn des אורייתא בגלותא. Ich will mich in Kürze fassen und nur noch betonen, daß man den Osten, Länder wie Polen, Litauen und Ungarn nicht zum Vergleich heranziehen kann, wo die Thoragrößen diese Konzession nicht gemacht haben, denn dort war profane Bildung nicht so dringend nötig, da ja auch die nichtjüdische Welt nicht gebildet ist. Wenn der Jude gut schreiben und lesen kann, so überragt er da schon seine Umwelt. Vielleicht wäre aber auch dort die Devise von Rabbiner Hirsch von großem Nutzen gewesen, denn wie man hört, ist die Jugend in diesen Ländern, die nicht die ישיבות besucht, ganz verwahrlost. Viele einsichtige Thoragrößen aus dem Osten sagten mir, daß sie es für ein großes Glück betrachten würden, wenn ihnen ein Rabbiner Hirsch erstünde. Vielleicht lesen sie die Approbation des Gaon R. Ghaim Oser שליט״א zu dem Werke מיטב חניון des Rabbiners aus Wirballen. Für uns in Deutschland gibt es keinen anderen Weg als, den uns Rabbiner Hirsch und Rabbiner Hildesheimer זצ״ל gezeigt, denn sie waren weise Männer, sie sahen את הנולד und der חתם סופר erklärt, daß נולד sowohl Vergangenheit als auch Zukunft bedeutet, und der Weise hat von der Vergangenheit aus die Zukunft zu erkennen, und unsere Vergangenheit in Deutschland zeigt und weist uns auch den Weg für die Zukunft. In der Vergangenheit konnten die Reformer nur deshalb siegen, weil die Frommen nicht gebildet waren. Diesen Fehler können wir uns nicht noch einmal leisten, denn wer weiß, ob uns die Vorsehuug zum zweitenmal Männer wie Hirsch und Hildesheimer beschert. Wenn wir übrigens sehen, wie sich unsere großen Lehrer und Führer wie mein großer Lehrer Rabbiner Breuer זצוק״ל für die Erhaltung der höheren Schulen eingesetzt haben, so erkennen wir, daß es für uns keinen anderen Weg geben kann. Was den Din anbelangt, so wissen wir, daß darüber zu allen Zeiten Meinungsverschiedenheiten herrschten, und es ist daher überflüssig, darüber zu reden. Vgl. Sie übrigens שאילת יעבץ, der der Ansicht ist, daß wir Medizin und Naturwissenschaften studieren